Schiedsrichtergespann

Hertha BSC Blog – Berlin Fußball Bundesliga

3:3 – offener Schlagabtausch Hertha Hoffenheim

| Keine Kommentare

Obwohl Hertha BSC 3 Tore erzielte und insgesamt sensationelle 23 Torschüsse abgab, reichte es gegen die TSG 1899 Hoffenheim trotzdem nur zu einem 3:3 Unentschieden. Während des Spiels schien allerdings auch ein Unentschieden in unerreichbarer Ferne zu liegen. Denn die Blau-Weißen legten einen außergewöhnlich desaströsen Fehlstart hin. 0:1 in der 1. und 0:2 in der 10. Spielminute. Erst als die Herthaner die Hoffenheimer mit wilder Entschlossenheit in einen offenen Schlagabtausch verwickelten, konnte noch ein Heimpunkt gerettet werden.
Hertha BSC - TSG 1899 Hoffenheim - 3:3 (1:2) - Spielergebnis - November 2018
Torjäger Vedad Ibisevic läutete mit seinem Treffer zum 1:2 die grandiose Aufholjagd ein.
Foto: Getty Images
Embed from Getty Images

Direkt aus dem Stadion – Spielbericht von Blauer Montag

Kleine Nebelschwaden zogen an einem nasskalten Novembertag durch das Olympiastadion, als der Schiedsrichter anpfiff. Herthas Spieler waren wohl noch nicht auf Betriebstemperatur, denn nach 42 sek durfte Jarstein bereits den Ball aus seinem Netz holen. Noch ärgerlicher war jedoch der zweite Treffer der TSG, als ein hoher Ball halbrechts herunterkam (nachdem er gefühlte 5 sek in der Luft war), sich ein Hoffenheimer Stürmer allein gegen 2 Herthaner durchsetzen konnte, um dann noch Rune Jarstein zu überwinden.
Erfreulicherweise war Ibisevic mal wieder an der Stelle, wo ein Stürmer sein muss, und stocherte den Ball zum Anschlusstreffer über die Linie. Die Hoffenheimer Spieler fragten beim Scheidsrichter nach dem Videobeweis, aber der blieb aus und die Hoffnung der Herthafans auf den Ausgleichstreffer blieb erhalten.

In der zweiten Hälfte entwickelte sich eine rasante Partie. Nach der ersten Einwechslung agierte Hertha fortan mit den beiden Stoßstürmern Ibisevic und Selke, sowie den Außenstürmern Leckie und Kalou. Alle vier machten gestern einen guten Job und taten alles für die Punkteteilung am Ende. Kalou hatte einige Torchancen sowohl in der ersten als auch in der zweiten Hälfte – leider konnte er keine verwandeln. Am besten gefiel mir Leckie, der aufgrund seiner Schnelligkeit sowohl vorne wie hinten immer eine Anspielstation für seine Mitspieler bot, und auch mehrfach mit dem Ball am Fuß gefährlich in den Strafraum der TSG zog.

Der starke Marko Grujic im Zweikampf mit dem ebenfalls starken Nationalspieler und Ex-Herthaner Nico Schulz.
Foto: Getty Images
Embed from Getty Images

Marko Grujic ist zurück

Endlich hatte das lange Warten auf den Ausnahmespieler Marko Grujic ein Ende. Ganze 2 Monate Verletzungspause musste die Leihgabe vom FC Liverpool einlegen, um einen üblen Tritt des Gladbacher Herrmann auszukurieren. Nun ist Grujic wieder da und bis auf den grausamen Fehlpass gleich in der 1. Spielminute der – Höchststrafe – zum Gegentor führte, machte er eine sehr starke Partie. Insbesondere im so wichtigen Umschaltspiel ist der Serbe für die Mannschaft kaum wegzudenken. Seine hohe technische Qualität am Ball, seine Handlungsschnelligkeit und sein Auge für die Spielsituation macht Hertha deutlich besser. Arne Maier und Marko Grujic zusammen im Mittelfeld sind ein Duo, welches den Besuch des kalten Olympiastadions deutlich interessanter macht.

Vedad Ibisevic – willensstark und treffsicher

Mit seinem 5. Saisontreffer hielt Hertha-Kapitän Vedad Ibisevic die Mannschaft im Spiel. Es war einfach herrlich anzuschauen, wie Ibisevic in der 13. Spielminute den Ball zum 1:2 Anschlusstreffer in bester Torjägermanier aus kurzer Distanz unter die Latte des Hoffenheimer Gehäuses nagelte. Ein Tor was Hoffnung versprach und deutlich signalisierte, die Mannschaft will sich auf gar keinen Fall abschlachten lassen. Und fortan war die Hertha im Spiel. Wie hungrig die Berliner auf einen Erfolg waren, zeigte sich dann später in der 2. Halbzeit. Eigentlich hätte das 3:1 für die Hoffenheimer in der 55. Spielminute den Todesstoß für die Blau-Weißen bedeuten sollen. Aber es kam anders.

Mathew Leckie machte eine Bombenpartie für die Hertha und belohnte sich und die Fans mit dem wichtigen Treffer zum 2:3.
Foto: Getty Images
Embed from Getty Images

Mathew (Jet-)Leckie im Spielrausch

Ausgerechnet der Australier Mathew Leckie sollte großen Anteil daran haben, dass Hertha nicht im 3. Pflichtspiel nacheinander den Rasen als Verlierer verlassen musste. Mathew (Jet-)Leckie war erst 2 Tage zuvor von seiner Länderspielreise nach Australien zurückgekehrt und als Zuschauer rechnete man fest damit, dass der nicht zu verhindernde Jetlag eine starke Partie von Mathew Leckie unmöglich machen würde. Aber Leckie rannte und fightete als würde es kein Morgen geben. Die Belohnung für den Aufwand kam spät im Spiel, aber nicht zu spät. In der 71. Spielminute drückte Leckie endlich die Pille über die Linie, nachdem er zuvor mehrfach in aussichtsreicher Position gescheitert war. Dieser Anschlusstreffer zum 2:3 wäre so aber nicht gefallen, wenn Einwechselspieler Davie Selke nicht von Null auf Hundert umzuschalten fähig wäre. Selke war gerade ein paar Minuten auf dem Feld, als seine Flanke den Fuß von Mathew Leckie fand.

Mit einem sensationellen Dropkick-Tor zum 3:3 rettete Valentino Lazaro kurz vor Spielende den psychologisch und tabellarisch wichtigen Punkt für die Hertha.
Foto: Getty Images
Embed from Getty Images

Traumtor Valentino Lazaro

Das Happy End für die Berliner ließ noch ein wenig auf sich warten. Einige Torraumszenen später und kurz vor Ende der Partie war es dann Rechtsverteidiger Valentino Lazaro der alle Herthaner erlöste. Ein abgewehrter Freistoß von Marvin Plattenhardt sprang direkt vor die Füße des heranlaufenden Lazaro. Und Lazaro setzte aus knapp 20 Metern einen mordsmäßigen Dropkick an, den auch der gut aufgelegte Hoffenheimer Keeper Baumann nicht mehr halten konnte. Ein absolutes Traumtor von Valentino Lazaro.

Schiedsrichter Tobias Welz

Ticker. Hertha BSC – TSG 1899 Hoffenheim – 3:3 (1:2). 44.508 Zuschauer sahen im Berliner Olympiastadion ein berauschendes Fußballspiel, welches keinen Sieger verdient gehabt hätte. Schiedsrichter Tobias Welz und sein Schiedsrichtergespann führten die faire Partie unauffällig. Dem Herthaner Mathew Leckie zeigte Tobias Welz die gelbe Karte. Die Tor für Hertha BSC erzielten Torjäger Vedad Ibisevic in der 13., Mathew Leckie in der 71. und Valentino Lazaro in der 87. Spielminute. Die Tore für die TSG 1899 Hoffenheim erzielten Demirbay in der 1., Kramaric in der 10. und Bicakcic in der 55. Minute. Herthas Spieler mit der größten Laufdistanz: Dauerläufer Mathew Leckie mit 11,54 gemessenen Kilometern.

Hertha BSC gegen TSG 1899 Hoffenheim
Hertha-Mannschaftsaufstellung und Einwechselspieler:

Hertha BSC - TSG 1899 Hoffenheim - 3:3 (1:2) - Mannschaftsaufstellung - November 2018

Hertha-Spiele Fußball-Historie

Ältere Spielberichte, Informationen und Meinungen zu Begegnungen beider Mannschaften vom Schiedsrichtergespann:
05. Februar 2018 – Tor Salomon Kalou – Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 1:1
18. September 2017 – Rotation – 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 1:1
03. April 2017 – Pechvogel Mittelstädt – Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 1:3
01. November 2016 – Ohne Reservebank – 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 1:0
18. April 2016 – Keine Punkte – 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 2:1
24. November 2015 – Hawk-Eye im Schneegestöber – Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 1:0
25. Mai 2015 – Um Haaresbreite – 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 2:1
22. November 2014 – Rumpftruppe auf Zahnfleisch – Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 0:5
07. April 2014 – Sami Allagui – Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 1:1
11. November 2013 – Torjäger Adrian Ramos – 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 2:3
07. Mai 2012 – Relegation geschafft – Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 3:1
17. Dezember 2011 – Stochertor Hubnik – 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 1:1
27. Februar 2010 – Heimpleite – Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 0:2
27. September 2009 – Schießbude – 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 5:1
24. April 2009 – Effizienz – 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 0:1
09. November 2008 – Bundesliga-Spitzenreiter – Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 1:0

Hertha BSC TSG 1899 Hoffenheim Ergebnisse 1. Bundesliga
1. Bundesliga 12. Spieltag:

Spielrausch Mathew Leckie Hertha BSC - TSG 1899 Hoffenheim

Hertha BSC TSG 1899 Hoffenheim Tabelle 1. Bundesliga
1. Bundesliga 12. Spieltag:

Traumtor Valentino Lazaro Hertha BSC - TSG 1899 Hoffenheim

Pressekonferenz mit den Trainern Pal Dardai und Julian Nagelsmann
Hertha BSC – TSG 1899 Hoffenheim – 3:3
HerthaTV, der offizielle YouTube-Kanal von Hertha BSC

Bundesliga bei Bild, der offizielle YouTube-Kanal von Bild
Hertha BSC – TSG 1899 Hoffenheim – 3:3

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.