Schiedsrichtergespann

Hertha BSC Blog – Berlin Fußball Bundesliga

Adrian Ramos mit Doppelpack in Mainz

Hertha BSC besiegt den 1. FSV Mainz 05 nach Doppelpack von Adrian Ramos mit 3:1 und meldet sich mit engagierter Vorstellung im Abstiegskampf zurück. Endlich gewinnen die Berliner eines dieser im Abstiegsstrudel so eminent wichtigen 6-Punkte-Spiele. Bislang konnte nur gegen eines der anderen Tabellenkellerkinder, nämlich den 1. FC Köln, ein Dreier einfahren werden. Dieser Sieg liegt mittlerweile aber schon eine gefühlte Ewigkeit (1. Oktober 2011) zurück. Damit Hertha nicht absteigt, sind Siege in den beiden noch ausstehenden 6-Punkte-Spielen gegen den SC Freiburg und den 1. FC Kaiserslautern wohl absolut Pflicht.

Adrian Ramos Torblockade

Torjäger mit Torblockade sind im Fußball nichts Ungewöhnliches. Nun erwischte diese bekannte Seuche Herthas Kolumbianer Adrian Ramos. Da der Hertha-Kader aus finanziellen Gründen im Sturmzentrum ohne Alternative aufgestellt ist, war Ramos‘ Torblockade für das Team in den letzten Wochen fatal. Alles Rennen und Fighten nutzt eben nichts, wenn die Pille vorne nicht mal über die Linie gedrückt wird. Wenn Ramos am nächsten Wochenende gegen den VfL Wolfsburg nachlegt, ist seine Blockade wohl nachhaltig gelöst und Hertha geht mit einem Top-Torjäger in den Showdown des Abstiegskampfs.

Trotz Auswärtssieg auf Abstiegsplatz

Herthas Lage im Abstiegskampf ist sicher nicht aussichtslos, aber es müssen dringend mehr zählbare Erfolge her. Denn trotz dem Mut machenden Auswärtssieg in Mainz bleibt Hertha BSC weiter auf dem direkten Abstiegsplatz hängen, weil die Konkurrenz aus Augsburg und Freiburg plötzlich das Punkten gelernt hat. Als neu hinzu gekommene Abstiegsaspiranten präsentieren sich aktuell der Hamburger SV und der gegen Dortmund arg unter die Räder gekommene 1. FC Köln.

Wetter oder grelle Töppen

Nicht nur das Hertha das Spiel gegen Mainz gewonnen hat, macht richtig Mut für den noch ausstehenden Abstiegskampf. Insbesondere das wie zeigt, dass die Mannschaft in die 1. Bundesliga gehört. War der Sieg gegen Werder Bremen eher dem grottigen Unvermögen des Gegners zu verdanken, so ging in Mainz das taktische System der Berliner auf. Dass Mainz-Trainer Thomas Tuchel der Hertha viel Raum zum Kontern ließ, passte perfekt für die schnellen Vorstöße von Rukavytsya, Raffael und Ramos. Kontertaktik kann die Truppe gut. Dem Trainergespann Rehhagel, Tretschok und Covic ist es mit ihrer Mannschafteinstellung gelungen, dass vom Team eine erkennbare, funktionierende Ordnung auf dem Platz eingehalten wurde, in der das Läuferische und Kämpferische auch zu sichtbaren Vorteilen im Spielaufbau führte. Oder lag es doch nur am Wetter und der grellen Farbe der Töppen?

Schiedsrichter Peter Sippel

Ticker. 1. FSV Mainz 05 – Hertha BSC – 1:3 (0:1). 33.152 Zuschauer sahen in der Coface-Arena wie Hertha BSC mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung endlich wieder ein 6-Punkte-Spiel für sich entscheiden konnte. Der Vorsprung der Mainzer auf den direkten Abstiegsplatz 17 (den Hertha leider immer noch belegt) beträgt nun gerade mal noch 4 Punkte, bei noch sieben ausstehenden Partien. Die Tore für Hertha BSC erzielten Änis Ben-Hatira in der 41. nach vorbildlicher Vorarbeit von Rukavytsya sowie Torjäger Adrian Ramos mit einem Doppelpack in der 52. und der 69. Spielminute. Schiedsrichter Peter Sippel zeigte dem Herthaner Christian Lell seine mittlerweile siebente Gelbe Karte.


Mannschaftsaufstellung Hertha BSC:
Mannschaftsaufstellung Hertha BSC 1. FSV Mainz 05

Hertha-Spiele Fußball-Historie

Ältere Spielberichte, Informationen und Meinungen zu Begegnungen beider Mannschaften vom Schiedsrichtergespann:

22. Oktober 2012 – Hertha BSC – 1. FSV Mainz 05 – 0:0
13. Februar 2010 – Hertha BSC – 1. FSV Mainz 05 – 1:1
12. September 2009 – 1. FSV Mainz 05 – Hertha BSC – 2:1

Hertha BSC 1. FSV Mainz 05 Ergebnisse 1. Bundesliga1. Bundesliga 27. Spieltag:

1. FSV Mainz 05 Hertha BSC Adrian Ramos Torblockade

Hertha BSC 1. FSV Mainz 05 Tabelle 1. Bundesliga1. Bundesliga 27. Spieltag:

1. FSV Mainz 05 Hertha BSC Auswärtssieg Abstiegsplatz

8 Kommentare

  1. Nun bin ich doch gespannt, ob sich die Hertha da noch mal raus kämpfen kann. Der Abstand ist ja nicht groß.

    Ich habe da eher Angst um den HSV.

  2. Schau an Peer,
    der HSV bereits auf Platz 16. Ich hätte aus Sicht der HERTHA nix dagegen, diesen Platz mit dem HSV zu tauschen.

    Noch besser wäre es allerdings, wenn die Mannschaft den Anspruch einlösen könnte, den Peter Niemeyer gestern Abend im Sportplatz formulierte: „Wir wollen die für den Klassenerhalt notwendigen Punkte möglichst vor dem 34. Spieltag holen.“

  3. Zurzeit sieht es tatsächlich so aus, als sollten der HSV und Köln die unbeliebten Tabellenplätze unter sich ausmachen, Lautern kann nur noch ein Fußballwunder biblischen Ausmaßes retten.
    Leider hat beim Aufeinandertreffen der Ex-Herthatrainer der falsche gewonnen, so dass der absolute Thrill zum Saisonfinale aller Voraussicht nicht mehr ganz so nervenzerfetzend ausfallen wird, obwohl es für Hertha wahrscheinlich um Alles gehen wird.
    Die Paarung der Relegation könnte sich auch zu einem echten Knaller entwickeln, wenn HSV auf Pauli trifft oder der FC auf Fortuna.
    Mit dem Saisonverlauf kann man so ganz zufrieden sein, er hätte langweiliger ausfallen können.

  4. Peter Niemeyers Anspruch in allen Ehren, am letzten Spieltag schon gerettet zu sein. Aber bei Herthas desolater Punkteausbeute 2012 muss man schon hocherfreut sein, wenn die Klasse am 34. Spieltag mit einem Sieg gegen die ungeliebten Hoffenheimer überhaupt noch gehalten werden kann. Allen Beteiligten (Hertha-Spieler, Hertha-Management, Hertha-Trainer-Team, Hertha-Ex-Trainer und natürlich allen Hertha-Fans) wäre es mit absoluter Sicherheit am liebsten, wenn der nervenaufreibende Showdown gegen Hoffenheim ausfiele und zum Saisonausklang ein nettes Freundschaftsspiel mit viel Sonnenschein im Olympiastadion anstehen würde.

    Eher erwartbar scheint, für Hertha geht es am letzten Spieltag immer noch um den Abstieg. Direkter Abstiegsplatz, Relegationsplatz, Torverhältnis oder Rettung. Bei eigener Rettung gleich noch den Gegner Hoffenheim mit Babbel direkt ins Verderben zu stürzen, wäre sportlicher Over-Kill gewesen.

    Aber der Super-Gau, ausgerechnet gegen den Ex-Trainer Markus Babbel all das zu verspielen, was mit ihm zusammen aufgebaut wurde, ist so oder so kaum zu toppen. Da steht ein Trauma ins Haus, welches in seiner Tragweite für Hertha BSC und seine Fans kaum fassbar zu machen ist. Wer will schon ein Leben lang, an die unsägliche Babbel-Preetz-Lügengeschichte-Legende von 2011 erinnert werden, die den Klub dann kurz darauf ruiniert hatte.

  5. „Mit dem Saisonverlauf kann man so ganz zufrieden sein, er hätte langweiliger ausfallen können.“ 😀

    Au Maenne, deinen Humor hätte ich gerne. Kann ich den bei amazon oder ebay käuflich erwerben? Undie Babbel-Preetz-Lügengeschichte ist leider noch nicht zu Ende. Alerdings fürchte ich nicht, dass sie im blauweißen Ruin enden wird.

  6. Die Relegationspaarung kann nicht Hertha BSC gegen 1. FC Union Berlin lauten. Nach Niederlagen gegen Favres Gladbacher und Babbels Hoffenheimer obendrauf noch zwei Klatschen gegen den Stadtrivalen Union in den Relegationsspielen vor vollen Rängen. Das wäre mal ein Worst Case Szenario.

  7. Den Mainzern in ihrer Narrenhochburg die Kappe aufgesetzt

    Der seit vier Bundesligaspielen nun bei Hertha nicht mehr ganz so neue, älteste Trainer der 1. Liga hatte in vier Spielen drei Niederlagen kassieren müssen und seine Mannschaft wenigstens im dritten Spiel mit 1:0 gewinnen lassen. Der besagt bejahrt, reaktivierte Rehhagel, von den desillusionierten Berlinern und ihren medialen Meinungsmachern zuerst als worst-case-verhindernder Nothelfer „Rehhakles“ re-apostrophiert, war nach dieser Zwischenbilanz von einer auflagenstarken Boulevarddampframme zum „Debakles“ rückgebaut worden.

    Zum Saisonende kann er den ihm unterstellten Kombattanten seines Vertragspartners, und für jeden anderen in seiner Funktion würde dies auch gelten, nur noch Sieg befehlen – auswärts und daheim sowieso. Unentschieden gespielte Partien gelten dabei für Hertha nur dann gerade noch als singulär unverzeihliche Patzer, wenn die anderen Abstiegskandidaten gar nicht mehr gewönnen und auch nur gegebenenfalls unentschieden spielten.

    Für die Restsaison wäre eine fast lückenlose Verlustserie aller anderen Mannschaften von den Tabellenplätzen 10 bis 18 zumeist idealtypisch (Hertha natürlich ausgenommen), um die bisherige 2012-Gurkerei der Berliner für 2012/13 vergessen zu machen. Dies hieße nicht nur Klassenerhalt, sondern bedeutete auch und nicht zuletzt die Chance auf eine finanzielle Linderung. Denn der Krisenschauplatz Schuldenberg muss von Hertha zusätzlich rückgebaut werden, sonst würde die nächste Saison, wo auch immer verbracht, eine Katastrophe kataklystischen Ausmaßes hervorbringen.

    Was würde also der oftmalige Altmeister Otto R. und seine Truppe in der andauernd beklemmenden Situation einer drohenden Degradierung auf Mainzer, nämlich auf fremdem Boden tun.

    Sie siegten, und zwar in einer für Hertha nur noch als Tor-Erfolgslawine zu bezeichnenden Art – und das kam so:

    Scheinbar waren das Berliner Mittelfeld und die Abwehr auf einen frühen blitzsiegorientiert übertölpelnden Torerfolg, wie er mittlerweile zum taktischen Repertoire von Mainz 05 gehört, mental vorbereitet und diesem sogar physisch gewachsen, und ein solcher wurde dann erwartungsgemäß von den mittelrheinischen Stimmungskanonen auch vehement betrieben, aber eben nicht erfolgreich, denn der Mainzer Nikolai Müller vergibt in erstem Sturm-Anlauf sowie dichtem, aber nicht undurchdringlichen Strafraumgetümmel links flach und – aus dieser kurzen Distanz heraus deutlich – am Herthapfosten vorbei – ins Aus.

    Dann fast schon gleich nachfolgend in der 7. Spielminute: Eckball für Mainz. Es tritt Zidan an und flankt diesen herein. Die Pille geht vor dem ersten Pfosten im Sechsmeterraum nieder und der Bezahl-Rheinländer Choupo-Moting drückt sie per Kopfstoß am langen Hertha-Pfosten vorbei aus dem Spielfeld.

    Zweimal Einschlagsgefahr, aber beide Impact-Optionen vergeigt, folgerichtig bleiben die Windeln der Hertha-Verantwortlichen auf der Berliner Bank mutmaßlich unbenetzt, d. h. relativ trocken, soweit sie sich über dem anzunehmend vorherrschenden Mental-Normal-Null befinden.

    Dann in der 10. Minute aus der Tiefe des Raumes im schnellen Vorwärtsdrängen musterhafte Bogenflanke auf den sprintenden Ramos. Der nimmt mit der Brust an, lässt zwei Mainzer neben sich unbeeinflussend bzw. uneingreifend mitlaufen, schießt dann mit rechts. Aber der Mainz-Keeper Wetklo lässt dem Geschehen entgegenlaufend die abgezogene Pille an seinem rechtem Unterarm abprallen und diese damit verpuffen … trotzdem sehenswerter Angriff mit beiderseitig dynamischem Aktions-Reaktions-Einsatz – bisher die sehenswerteste Tor-Situation in diesem Spiel.

    Dann wieder Mainz 05 mit einer Möglichkeit durch schönes Zuspiel von Soto, aber der darauf entstehende Kopfball durch den vor dem Hertha-Tor völlig ungedeckten Szalai geht ins benennungslose Nichts – Hubnik staunt, dass es auch ohne ihn n i c h t zum 1:0 für die Jecken kommt …

    Dann der mehr schwarzblau als blau-weiß-gekleidete Rafael im Gegenstoß mit Distanzschuss nicht weniger kraftvoll, jedoch auch in ein Beschreibungsnirvana hinein. Danach verständlicherweise hängende Kopfhaltung bei diesem fleißigen, aber geradezu chronisch erfolglosen Offensivspieler … Die Torerzielungsbarriere als Grundübel im Herthaspiel scheint trotz ungezählter Anläufe unüberwindlich …

    Dann erfolgt aus dem 20-Meterraum ein Freistoß des Maizers Eugen Polanski mittig-rechts durch die Berliner Mauer abgefälscht hindurch. Dieser Ball kann dann aber von Janker gefährlich nah vor der Linie weggeschlagen bzw. reine Körperpräsenz geklärt werden. Der in dieser Spielsituation nachfassende, oben schon erwähnt spielauffällige Nikolai Müller hebt dann in Folge das plastikumhüllte Luftgemisch zwar raketenartig schnell, aber sich auch vom Zielgebiet himmelwärts abwendend (nämlich am Hertha-Tor) vorbei.

    Preetz reibt sich hypernervös schon wieder mit den nackten Handflächen das dünn gewordene Blut in sein sorgenvolles Magengesicht, während Rehhagel hinter einer ihm nicht untypischen Zombie-Mimik zurückgezogen bleibt, um mit äußerster Gespanntheit auf alles Weitere gesichtswahrend gefasst zu sein, zumindest so wirken zu können.

    Das erste, nämlich das nächste Tor dieses Spiels wird jetzt wahrscheinlich die Weiche für den dann unvermeidlichen Spielverlauf stellen …

    Die herannahende Halbzeitpause dräut der Hertha weitere bange Ungewissheit auf … doch dann geht es nach nicht ganz untypischer (doch so gut wie bisher immer erfolgloser) Hertha-Manier ganz flott aufs gegnerische Tor: Mittellinie, ein weiter Einwurf durch Lell auf dem rechten Flügel, dann Ballkontakt von Ramos, Aufnahme des kurzzeitig herrenlos scheinenden Balls im Vorwärtslauf durch Rukavytsya. Der geht durch eine sich anbietende Gasse mit beispielgebendem Speed direkt aufs Mainzer Tor zu, versucht einzuschieben, der überragende Wetklo verhindert dies, der Ball bewegt sich kaum verfolgbar erneut auf den jetzt zu Fall gekommenen Rukavytsya zu, der dann mehr instinktiv und/oder unwillkürlich als Sitzfußballer Ben-Hatira beschickt.

    Der staubt endlich ab und erbringt für Hertha ein kaum vermeidbares 0:1.

    Das bedeutet zudem nicht nur seit langem wieder einmal einen weiteren Torerfolg, sondern hebt eine von Herthas seit dem letzten Jahr verschüttete Kernkompetenzen wieder an die phänotypische Oberfläche: ultra-schnell vorgetragene Stöße mit spitz-penetrierender Klinge Richtung einer zählbaren Erfolgsvollendung.

    Endlich treibt die latente Virtuosität des Berliner Teams wieder einmal aus und damit den Stachel ins Fleisch des Gegners.

    Ein mutloser Hertha-Spieler ist einer der schlechtesten der gesamten Liga, ein hingegen erfolgangetriebener Herthaner ist stets ein potenzieller Vollstrecker (dieses parole-gestützte Durchhalte-Pathos mag uns zitatgelehnt an dieser Stelle aus Kubricks „Full Metal Jacket“ die erschlaffte Kraft zurückgeben) …

    Halbzeit, Seitenwechsel:
    Kaum eine Minute gespielt, generiert Ramos einen lehrbuchhaften Sololauf und schießt links flach meterweit vorbei. Ernsthafter Vollstreckungswille sieht anders aus.

    Dann Rukavytsya im schnellen Konter über rechts zur Anspielstation Rafael, der mittig kurz vor der Strafraumgrenze positioniert auf den links laufenden Rafael abzweigt, der wiederum feinmechanisch den Ball mittelschnell, flach, diagonal und letztlich unabwehrbar einstößt.

    0:2 für Hertha.

    In diesem Jahr gingen alle vergleichbaren Schüsse (keinesfalls in Anzahl selten) regelmäßig am jeweilig gegnerischen Torpfosten vorbei. Ist jetzt etwa der Bann gebrochen? …

    Aber eines ist auch sicher: Die Mainzer-Abwehr spielt jetzt zunehmend wie sonst die herthanische, nämlich ungeordnet, fußlahm, dem Ball hilflos hinterherschauend.

    Dann kommt Mainz 05 konternd durch einen an Hubnik und Janker schnell auf dem linken Flügel im Sololauf virtous vordrängenden – in der ersten Halbzeit noch glücklosen – Choupo-Moting zu einem erstklassig linksbeinig ausgelösten Torerfolg (nach Aufsetzer) innerhalb des linken Hertha-Torpfostens.

    Also Anschlusstreffer für Mainz: 1:2 und noch eine gute Viertelstunde zu spielen.

    Hertha muss jetzt die Windeln wieder stramm ziehen und/oder einen weiteren frischen Tampon in der entgegengesetzten Öffnung versenken, um den so dringend benötigten 3-Punkte-Erfolg heimzubringen.

    Kurz danach kommen die Mainzer jedoch nach Eckball programmwidrig durch Nikolai Müller zu einem weiteren aussichtsreichen Torschuss, der allerdings aus kurzer Distanz boostermäßig in den Himmel aufsteigt.

    Dann ein 50-Meter-Ball aus der Tiefe der Hertha-Hälfte auf Ramos, der diesen in vollem Lauf gleich bändigt und als Heber über den Tormann ins Mainzer Tor schleust sowie ihm weiter hinterherlaufend den finalen Kick über die generische Linie verleiht: 1:3.

    Dann noch zwei Torgefährlichkeiten für Mainz und eine typische, weil schnelle Eins-zu-eins-Chance für Hertha vor dem Kasten der Südwestdeutschen.

    Gibt es ein Schlusswort zu diesem, auch weiterhin als insular zu bewertenden Erfolg?

    Vielleicht dieses: E i n e einzelne Schwalbe generiert genauso selten einen Elfmeter wie einen frostfreien Frühling …

  8. Schön das er zwei Buden gemacht hat gegen Mainz! Aber was folgte? Nicht viel! Gegen Lautern war er eben mal ein kompletter Totalausfall! Finde es echt schade, dda ich sehr viel von Ramos halte! Aber wenn er nächste Saison wechselt wird er auch wieder treffen. Wer da böses denkt!