Schiedsrichtergespann

Hertha BSC Blog – Berlin Fußball Bundesliga

Die Mannschaft will in den Europapokal

Hertha BSC besiegte den FC Augsburg souverän mit 2:0 und eroberte ganz nebenbei den so attraktiven 5. Tabellenplatz zurück. Nach drei Niederlagen in Folge war es extrem wichtig zu gewinnen. Gar nicht auszudenken, wenn sich die Mannschaft in der spannenden Endphase der Saison einen Knacks abgeholt hätte. So bleibt es dabei, im Olympiastadion ist Hertha eine Macht. Wenn es denn nur endlich auch mal wieder auswärts klappen könnte. Die Blau-Weißen wären wohl so gut wie sicher für die nächste Europa-League-Saison qualifiziert. Die Mannschaftsführung will es, die Spieler wollen es und die meisten Fans ebenso. Und am nächsten Wochenende geht es nun ausgerechnet nach Mainz. Am letzten Spieltag der zurückliegenden Saison hatten die Berliner genau in diesem Stadion im direkten Duell den Startplatz für Europa an die Mainzer verspielt. Es ist Zeit für die Revanche.
April 2017 - Spielergebnis - Hertha BSC - FC Augsburg - 2:0
Valentin Stocker bei seinem Torjubel zum 2:0 zusammen mit Vorlagengeber Salomon Kalou.
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Valentin Stocker mit Tor und Assist

Nach längerer Pause konnte der Schweizer Valentin Stocker wieder einmal zeigen, dass er wichtig für die Mannschaft ist. Im 4-2-3-1 System von Hertha-Trainer Dardai bleiben für den Fußballer Stocker leider nur wenige Optionen. Ist die zentrale Spielmacherposition durch Vladimir Darida (oder zukünftig wohl Ondrej Duda) besetzt, bleibt nur die Außenbahn. Valentin Stocker spielt aber im Zentrum weitaus effektiver, auch weil er nicht über genug Schnelligkeit verfügt, die für Dribbel- und Sprintduelle auf den Flügeln so ungemein wichtig ist. Valentin Stockers Stärken sind Antizipation der Spielsituation und unbedingter Wille zum Torabschluss. Gegen die Augsburger konnte er gleich zweimal glänzen. Beim ersten Tor leistete er die Vorarbeit, als sein leicht verzogener, scharfer Torschuss direkt auf der Stirn von Innenverteidiger John Anthony Brooks landete, welcher den Ball perfekt Richtung Tor köpfte. Das 2:0 markierte Stocker dann höchstselbst, als er genau im richtigen Moment die Augsburger Abwehr überlief und dann völlig freistehend von Kalou bedient, den Ball nur noch über die Torlinie drücken musste.

Einfach vorbildliche Körperhaltung von John Anthony Brooks bei seinem Kopfballtor. Den macht nicht jeder.
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Fast alle wieder an Bord

Oft kommt man zu dem Schluss, Herthas Kader ist für eine lange Bundesligasaison zu knapp besetzt. Denn wenn gleich mehrere Spieler von Herthas Startformation fehlen, wie unter der Woche in Gladbach geschehen, als Ibisevic, Weiser, Plattenhardt und Brooks gleichzeitig nicht dabei waren, ist die Personalknappheit besonders augenfällig. Also qualifizieren sich die Berliner für die Europa League, dann sollte der Kader im Sommer mindestens um drei hochwertige Spieler erweitert werden. Hoffentlich hat die Vereinsführung da passende Spieler im Auge oder sogar schon an der Leine. Und hoffentlich reichen die Finanzmittel aus, um diese wichtigen Transfers zu finanzieren. Und im besten Fall können die Sommertransfers die gesamte Vorbereitung absolvieren und stoßen nicht erst kurz vor Transferschluss zum Kader.

Mit Kapitän Vedad Ibisevic läuft es besser. Sein Kampf-Dribbling mit anschließend, maßgerechter Vorlage in den Lauf von Kalou, dessen Querpass Stocker zum 2:0 versenkte, hatte ganz große Klasse.
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Schiedsrichter Tobias Stieler

Ticker. Hertha BSC – FC Augsburg – 2:0 (2:0). 43.451 Zuschauer sahen im Berliner Olympiastadion eine sehr untypische Heimspielpartie. Denn so dominant aufspielend wie gegen die ultraschwachen Augsburger kennen die Fans ihre Hertha sonst mitnichten. Hertha spielte wie ein zukünftiger Europacup-Teilnehmer und Augsburg wie ein sicherer Absteiger. Schiedsrichter Tobias Stieler und sein Schiedsrichtergespann hatten die faire Partie bestens im Griff. Dem Herthaner Vladimir Darida zeigte Stieler die Gelbe Karte. Die Tore für Hertha BSC erzielten John Anthony Brooks per Kopfball in der 12. und Valentin Stocker nach Pass von Salomon Kalou in der 37. Spielminute. Herthas Spieler mit der größten Laufdistanz: Dauerläufer Vladimir Darida mit 12,47 gemessenen Kilometern.

Hertha BSC gegen FC Augsburg
Hertha-Mannschaftsaufstellung und Einwechselspieler:

April 2017 - Mannschaftsaufstellung - Hertha BSC - FC Augsburg

Hertha-Spiele Fußball-Historie

Ältere Spielberichte, Informationen und Meinungen zu Begegnungen beider Mannschaften vom Schiedsrichtergespann:
21. November 2016 – Nullnummer Klassiker – FC Augsburg – Hertha BSC – 0:0
25. Januar 2016 – Nullnummer – Hertha BSC – FC Augsburg – 0:0
17. August 2015 – Dreckiges Kampfspiel – FC Augsburg – Hertha BSC – 0:1
02. März 2015 – Kalou knipst – Hertha BSC – FC Augsburg – 1:0
29. September 2014 – Abstiegskampf – FC Augsburg – Hertha BSC – 1:0
21. April 2014 – Saisonziel – FC Augsburg – Hertha BSC – 0:0
02. Dezember 2013 – Dreckige Punkteteilung – Hertha BSC – FC Augsburg – 0:0
27. Februar 2012 – Blutleeres Gekicke – FC Augsburg – Hertha BSC – 3:0
17. September 2011 – Lauf-hält – Hertha BSC – FC Augsburg – 1:1
15. Mai 2011 – Zweitliga-Meister – Hertha BSC – FC Augsburg – 2:1
18. Dezember 2010 – Kartenfestival – FC Augsburg – Hertha BSC – 1:1

Schön, dass Marvin Plattenhardt wieder gesund ist. Seine exzellente Schusstechnik bei Standards erzeugt so viel Torgefahr, dass bekommt derzeit kein anderer Hertha-Spieler auch nur annähernd hin.
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Hertha BSC FC Augsburg Ergebnisse 1. Bundesliga
1. Bundesliga 28. Spieltag:

Ziel Europapokal Hertha BSC – FC Augsburg

Hertha BSC FC Augsburg Tabelle 1. Bundesliga
1. Bundesliga 28. Spieltag:

Valentin Stocker mit Tor Hertha BSC - FC Augsburg

 

Pressekonferenz mit den Trainern Pal Dardai und Manuel Baum
Hertha BSC – FC Augsburg – 2:0
HerthaTV, der offizielle YouTube-Kanal von Hertha BSC

Kurzbericht zum Spiel: Hertha BSC – FC Augsburg – 2:0
Bundesliga bei Bild, der offizielle YouTube-Kanal von Bild

2 Kommentare

  1. Du schreibst heute eher wenig zum Spiel und zum Gegner LR.
    Ob die Personalknappheit in Einzelfällen vermieden werden könnte, durch häufigere Rotationen in der Startelf, stellt sich mir aus heutiger Sicht als Frage.

  2. So schwach wie die Augsburger sich am Sonntag präsentiert haben, habe ich sie die ganzen letzten Jahre nicht erlebt. Zumeist waren die Duelle beider Mannschaften hitzig und mit vielen unschönen Foulspielen gespickt. Warum die Augsburger dieses Mal nicht richtig in die Zweikämpfe fanden, ist mir schleierhaft. Aber gut für die Hertha. Ein paar leicht errungene Punkte sollten immer mal dabei sein. Oder lag es doch daran, dass Hertha so berauschend gut war?

    Der 18-Kader beim Gladbachspiel war absolut grenzwertig. Frischling Torunarigha in der Startformation sowie Allagui, Kade, Mlynikowski, Allan, Dardai und Kohls auf der Bank. Das war Not in Reinkultur. Man will den Jungs sicherlich nicht die Chance absprechen, sich einen Platz im Kader mit Leistung zu erarbeiten. Aber nach Gladbach wurden nun alle mitgenommen, die irgendwie noch laufen konnten. Mit fehlender Rotation hatte diese Notsituation eher wenig zu tun. Entweder ist Herthas Kadergröße normal und der Personalengpass in Gladbach war riesengroßes Pech. Oder der aktuelle Kader ist ein wenig zu schmächtig. Zum Beispiel wurde der im Winter abgewanderte polyvalent einsetzbare Jens Hegeler nicht ersetzt.

    Um in der nächsten Saison in Bundesliga und Europa League gleichzeitig bestehen zu können, benötigt die Mannschaft zusätzlich zum aktuellen Kader mindestens drei gute, junge Spieler der Güteklasse „Weiser, Stark, Plattenhardt“ oder besser. Und ein, zwei international erfahrene Spieler könnten sicherlich auch nicht schaden. Sonst ist der Abstiegskampf schon vorprogrammiert. Man muss nur die aktuelle Bundesligasaison betrachten. Als Warnung schaut man nach Wolfsburg und Mainz.