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Hertha BSC Blog – Berlin Fußball Bundesliga

Dynamo Dresden stoppt Hertha-Serie

Mit einem verdienten 1:0 Heimerfolg stoppte Dynamo Dresden die unglaubliche Hertha-Serie, die auf 21 Ligaspiele in Folge ohne Niederlage angeschwollen war. Irgendwann musste diese Erfolgsserie enden. Dass die Hertha-Serie riss, kurz nachdem man den wichtigen Heimsieg gegen den Aufstiegsmitkonkurrenten 1. FC Kaiserslautern eingefahren hatte, war für Hertha-Trainer Jos Luhukay erwartbar gewesen. Denn Luhukay hatte unter der Woche mehrfach öffentlich auf die schwere Aufgabe bei Dynamo Dresden hingewiesen.

Kopfball-Eigentor Pierre-Michel Lasogga

Das Kopfball-Eigentor des Tages erzielte Hertha-Spieler Pierre-Michel Lasogga. Beim Kopfballduell mit Dresdens Torjäger Pote erwischte zwar Lasogga die Pille, drückte sie aber für Hertha-Torwart Thomas Kraft unhaltbar über die eigene Linie. Sein so lang ersehntes Startelfdebüt hatte sich Lasogga mit Sicherheit ganz anders vorgestellt. Aber wie so oft in den letzten Spielen hing auch die neuformierte Doppelspitze mit Sandro Wagner und Pierre-Michel Lasogga zumeist in der Luft. Ohne die Kreativspieler Ronny und Änis Ben-Hatira, sowie dem verletzten Antreiber Marcel Ndjeng konnte Hertha kaum zwingende Aktionen in Richtung Dresdner Tor vortragen. Und die oft geschlagenen langen Bälle auf Herthas zweikampfstarke Doppelspitze verpufften allesamt.

Hertha-Doppelspitze zündet nicht

Kurz vor Spielbeginn musste Hertha-Trainer Jos Luhukay die Startformation gewaltig umbauen, weil sich mit Ndjeng und Ronny gleich zwei Stammspieler beim Aufwärmen verletzt hatten. Aus der Not geboren, nutzte Luhukay spontan die Chance zum Systemwechsel vom üblichen 4-2-3-1 auf 4-4-2. Also mit zwei Spitzen, Wagner und Lasogga, sollte Dresden nun gehörig unter Druck gesetzt werden. In den ersten Spielminuten sorgte dieser Systemwechsel bei den Dresdnern für einige Verwirrung, denn Trainer Pacult hatte so gut wie keine Zeit, seine Mannschaft auf die neue Hertha-Taktik einzustellen. Aber das von vielen Hertha-Fans mit Hochspannung verfolgte Experiment Doppelspitze floppte so ziemlich. Zumindest in der Kombination Sandro Wagner und Pierre-Michel Lasogga wird Luhukay die Doppelspitze bestimmt sobald nicht wieder aufstellen.

Schiedsrichter Michael Weiner

Ticker. Dynamo Dresden – Hertha BSC – 1:0 (1:0). 29.174 Zuschauer sahen im sehr gut gefüllten Dresdner Glücksgas-Stadion, wie die Hertha-Serie beendet wurde. Schiedsrichter Michael Weiner zeigte den Herthanern Peter Pekarik und Peter Niemeyer die Gelbe Karte. Das Tor für Dynamo Dresden entsprang einem Kopfball-Eigentor von Pierre-Michel Lasogga in der 38. Spielminute. Hertha BSC hatte also genügend Zeit, den Ausgleich zu erzielen. Aber Dynamo ließ nichts anbrennen und landete einen wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg.

Hertha BSC Mannschaftsaufstellung und Einwechselspieler:
Mannschaftsaufstellung Hertha BSC Dynamo Dresden

Hertha-Spiele Fußball-Historie

Ältere Spielberichte, Informationen und Meinungen zu Begegnungen beider Mannschaften vom Schiedsrichtergespann:

27. September 2012 – Hertha BSC – Dynamo Dresden – 1:0

Hertha BSC Dynamo Dresden Ergebnisse 2. Bundesliga2. Bundesliga 24. Spieltag:

Hertha-Serie reißt gegen Dynamo Dresden Doppelspitze schwach

Hertha BSC Dynamo Dresden Tabelle 2. Bundesliga2. Bundesliga 24. Spieltag:

Kopfball-Eigentor Pierre-Michel Lasogga Hertha BSC Dynamo Dresden

8 Kommentare

  1. Spatzen, pardon Spitzen müssen gefüttert werden. Sonst verhungern sie. Das Mittelfeld hat die HERTHA den Dresdnern überlassen, deshalb bekamen Lasogga und Wagner kaum gute Vorlagen.

  2. Und unsere beiden Spatzen sind ausgewachsene Bären und futtern nicht wie Vögelchen. Zieht man dann einen Futterzulieferer ab (Ronny) und ersetzt ihn durch einen stürmenden Vielfraß (?), muss man sich nicht wundern, wenn’s im Gehege unrund läuft und bisweilen sogar der Trog verwechselt wird.

  3. Wieviele Eigentore hat Hertha eigentlich bis jetzt in dieser Saison geschossen? In der letzten Erstligasaison waren es leider zu viele. 🙁

  4. In der Eigentorstatistik für die Saison 2012/13 wird bei Transfermarkt.de nur das Eigentor von Pierre-Michel Lasogga vom Dresden-Spiel angeführt.

    In der Abstiegssaison trafen 2x Hubnik und 1x Janker ins eigene Hertha-Tor. Und in der Relegation gegen Düsseldorf fiel noch das Eigentor von Ramos zum 1:2. Mit einem 1:1 im Hinspiel hätte das 2:2 in Düsseldorf gereicht, um die Klasse zu halten 🙁

  5. „Hertha BSC besiegt Dynamo Dresden vor grandiosen 45.000 Zuschauern leider nur mit 1:0. Und dieses eine Hertha-Tor mussten die Dresdner auch noch per Kopfballeigentor selber zusteuern. “ siehe http://www.schiedsrichtergespann.de/dynamo-dresden-chancenlos/
    Eigentore HER 1 DyD 1
    Punkte HER 3 DyD 3

    Ausgeglichener könnte eine Saisonstatistik gar nicht sein.

  6. Hertha hat in dieser so erfolgreichen Saison 2012/13 viele enge Spiele mit knappen Ergebnissen für sich entscheiden können (oft Dank Ronny oder auch mal ein Eigentor, wie gegen Dresden).

    Mit dem Pech der Saison 2011/12 an den Töppen würde die Mannschaft aktuell wohl eher um das Erreichen des Relegationsplatzes kämpfen, wenn überhaupt.

  7. Pech an den Töppen oder an den Köppen?
    Waren nicht alle Eigentore von Lasogga, Ramos und Hubnik Eigentore per Kopfball? An das Eigentor von Janker kann ich mich grad überhaupt nicht erinnern.

  8. Bei der 1:4 Heimniederlage von Hertha gegen den VfL Wolfsburg am 28. Spieltag der Abstiegssaison 2011/12 fälschte Janker bei einem Rettungsversuch den Ball ins eigene Tor ab. Das Sportmagazin „Kicker“ bewertete Christoph Jankers Leistung damals mit 5,5. Nur Felix Bastians war in diesem Spiel noch desolater drauf und erhielt die Note 6. Allerdings kamen bei der Benotung auch andere wie z.B. Lasogga und Ramos ganz schlecht weg. Ja, ja – der letztjährige Abstieg war nichts für schwache Nerven.