Schiedsrichtergespann

Hertha BSC Blog – Berlin Fußball Bundesliga

Hertha scheiterte erst im Elfmeterschießen

Im Achtelfinale des DFB-Pokals unterlag Hertha BSC Borussia Dortmund erst im Elfmeterschießen mit 2:3. In der regulären Spielzeit hatten die Berliner sich ein 1:1 Unentschieden erarbeitet, welches sie auch in den 30 Minuten Nachspielzeit nicht mehr aus der Hand gaben. Das anschließende Elfmeterschießen war für Blau-Weiß dann allerdings zum Vergessen. Sehr schade, denn Pal Dardais Matchplan war perfekt aufgegangen. Wenigstens ein Tor erzielen und damit zumindest das Elfmeterschießen erreichen. Und es war für die Zuschauer hochinteressant zu verfolgen, wie die Mannschaft sich mit kühlem Kopf und äußerst diszipliniert in diese komplizierte Abwehrschlacht warf.
Februar 2017 - Spielergebnis - Borussia Dortmund - Hertha BSC - 1:1 (0:1) 1:1 n.V. - 3:2 i.E.
Salomon Kalou zeigte seine ganze Klasse, als er die 1:0 Führung per Volley-Abnahme im Kasten der Dortmunder unterbrachte.
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Halbzeitführung Dank Salomon Kalou

Die Herthaner begannen die Partie sehr engagiert und hatten durch Torjäger Vedad Ibisevic schon in der 9. Spielminute eine erste riesige Torchance. Ibisevic hatte dem Innenverteidiger Sokratis den Ball einfach abgeluchst und lief allein Richtung Torwart Bürki. Sokratis setzte hinterher und konnte Ibisevics Torschuss gerade noch so durch eine mega-riskante Grätsche verhindern. Aber die Dortmunder Abwehr stand auch im Folgenden nicht sattelfest. Und spätestens nach dem herrlichen Treffer von Salomon Kalou zum 1:0 war klar, es könnte was gehen in Dortmund. In der 27. Spielminute hatte Niklas Stark in halbrechter Position plötzlich sehr viel Zeit für eine Flanke vor das Dortmunder Gehäuse. Salomon Kalou löste sich gleichzeitig geschickt von seinem Gegenspieler, erreichte so als erster die Flanke und versenkte den Ball mit einem herrlichen Volleyschuss im Tor der Dortmunder.

Der Norweger Rune Jarstein spielte erneut eine bärenstarke Partie für Hertha.
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Rune Jarstein war der erhoffte Fels in der Brandung

So gut das Hertha-Bollwerk auch funktionierte, so ganz war der temporeiche Angriffswirbel der Dortmunder natürlich nicht auszuschalten. Deshalb war es enorm wichtig, dass Torhüter Rune Jarstein seine ganze Klasse einbringen konnte. Hellwach und auf dem Zenit seiner Leistungsfähigkeit vereitelte Jarstein gleich mehrere glasklare Torchancen durch wahre Großtaten. Besonders schön war, wie er auf dem Rasen liegend, eigentlich schon geschlagen, doch noch den Arm zu voller Länge ausfahren konnte, um den hinter ihm langsam auf die Torlinie zurollenden Ball festzuhalten. Mit seinen außergewöhnlichen Reflexen und seiner überraschenden Handlungsschnelligkeit verblüfft der sonst während des Spiels so überaus besonnen und beschaulich agierende Norweger immer wieder. Jarstein ist und bleibt ein äußerst wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Hertha-Mannschaft.

Herthas John Anthony Brooks ließ mit seiner starken Leistung Weltklasse-Mann Aubameyang nur wenig Raum zum Zaubern.
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John Anthony Brooks zeigte Klasse

Auch Innenverteidiger John Anthony Brooks lief nach anfänglichen Unsicherheiten zu großer Form auf und ließ durch sein gutes Stellungsspiel und seine absolute Kopfballstärke viele Strafraumszenen erst gar nicht gefährlich werden. Ein richtig starkes Spiel des Berliner Urgesteins Brooks. Ein weiterer Grund warum die Dortmunder nicht übermäßig viele Torchancen bekamen, lag daran, dass die Herthaner konsequent foulten, wenn sie ausgespielt waren. Insgesamt wurden so sechs Hertha-Spieler mit der Gelbe Karte verwarnt. Es waren keine bösartigen Foulspiele, sondern taktisch hochwichtige Aktionen, um den in diesen Spielsituationen brandgefährlichen Spielfluss der Dortmunder auszubremsen. Kein schönes aber ein probates Mittel, um einer hochveranlagten gegnerischen Mannschaft wie Borussia Dortmund Paroli zu bieten. Und es war bemerkenswert, dass kein Herthaner eine zweite Gelbe Karte sah.

Die Aufstellung zum Elfmeterschießen. Wo war Maximilian Mittelstädt?
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Das vergeigte Elfmeterschießen

Die Chronologie der fünf Hertha-Elfmeter: Als erster drosch Fabian Lustenberger den Ball nur gegen die Latte. Dann platzierte Vladimir Darida den Ball nicht gut genug, sodass der aufmerksame Torwart Bürki parieren konnte. Als Dritter an der Reihe ballerte Alexander Esswein die Pille mit Urgewalt durch die Mitte ins Netz, hatte dabei aber viel Glück, denn Bürki war wieder am Ball, dieses Mal mit dem Fuß. Als Vierter Schütze auserkoren, trat Samy Allagui an und traf ins Tor. Dabei hatte er Oberdusel, weil Bürki den Ball mit den Händen und dann mit dem Fuß abwehrte, der Ball aber trotzdem über die Torlinie trudelte. Herthas fünfter Schütze war dann Elfmeterspezialist Salomon Kalou. Der Afrikaner zeigte leider Nerven und schoss den Ball über die Querlatte in den Nachthimmel. Dortmund bekam das Elfmeterschießen sozusagen geschenkt, ein Gastgeschenk aus Berlin.

Schiedsrichter Deniz Aytekin

Ticker. Achtelfinale DFB-Pokal 2016/17: Borussia Dortmund – Hertha BSC – 1:1 (0:1) 1:1 n.V. – 3:2 i.E. Vor 80.500 Zuschauern im Dortmunder Signal-Iduna-Park setzte sich der Favorit nervenstark im Elfmeterschießen durch. Hertha hatte die Partie 120 Minuten toremäßig irgendwie ausgeglichen gestalten können, war dann aber beim Showdown am Limit und mit dem Latein am Ende. Schiedsrichter Deniz Aytekin und sein Schiedsrichtergespann hatten viele Entscheidungen zu treffen. Den sechs Herthanern John Anthony Brooks, Peter Pekarik, Per Skjelbred, Niklas Stark, Maximilian Mittelstädt und Vladimir Darida zeigte Deniz Aytekin jeweils die Gelbe Karte. Das Tor für Hertha BSC erzielte Salomon Kalou nach Flanke von Niklas Stark in der 27. Spielminute per Volleyschuss. Den Ausgleich für Dortmund erzielte Marco Reus kurz nach der Halbzeitpause in der 47. Minute.
Borussia Dortmund – Hertha BSC
Hertha-Mannschaftsaufstellung, Einwechselspieler und Reservebank:
Februar 2017 - Mannschaftsaufstellung - Borussia Dortmund - Hertha BSC

Ergebnisse Achtelfinale DFB-Pokal 2016/17:

Alle Ergebnisse der 3. DFB-Pokal-Runde 2016/17 im Überblick:
Borussia Dortmund – Hertha BSC Achtelfinale DFB-Pokal Ergebnisse

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