Schiedsrichtergespann

Hertha BSC Blog – Berlin Fußball Bundesliga

Jeweils drei Dinger pro Halbzeit

Zum Saisonabschluss – im so wichtigen Kampf um die direkte Europa-League-Qualifikation – kassierte Hertha sage und schreibe 6 Gegentore vor heimischer Kulisse. Jeweils drei Dinger pro Halbzeit. Da bleibt dem Fan doch glatt die Spucke weg. Die Herthaner ließen Bayer 04 Leverkusen wie entfesselt zaubern und mit 6:2 gewinnen. Dabei war doch so lange Zeit gerade die starke Defensive Herthas Vorzeigedisziplin in dieser eigentlich historisch so herausragenden Saison. Aber gegen Leverkusen brachen nochmal alle Dämme. Warum nur fragt man sich? Rumort es hinter den Kulissen? Waren gleich mehrere Spieler auf dem Platz nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, mussten aber trotzdem spielen? Oder sorgten schon mögliche Neuverpflichtungen und baldige überraschende Spielerabgänge für Unruhe und Unkonzentriertheiten? Egal, Tabellenplatz 6 für Hertha BSC ist in jedem Fall ein Grund zu großer Freude und zum Feiern.
Mai 2017 - Spielergebnis - Hertha BSC - Bayer 04 Leverkusen - 2:6
Trotz der 2:6 Heimklatsche gegen Leverkusen feierte die Mannschaft mit den treuen Fans in der Ostkurve mit Rang 6 die Top-Platzierung in der Bundesliga.
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Daumendrücken für Dortmund im Pokalendspiel

Leider ist Tabellenplatz 6 nicht gleichbedeutend mit Herthas direkter Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League. Nur wenn Borussia Dortmund Eintracht Frankfurt im Pokalenspiel besiegt. Sonst müssten die Berliner wie schon in der letzten Saison noch zwei Qualifikationsrunden überstehen. Letzten Sommer war dann gleich nach der 1. Qualirunde gegen Bröndby Kopenhagen Schluss. Also anstatt dem sympathischen Ex-Berliner und derzeitigen Trainer von Eintracht Frankfurt Nico Kovac im Pokalendspiel nun unbedingt den Dortmundern die Daumen drücken. Spätestens die 2:6 Klatsche gegen Leverkusen offenbarte deutlich, dass Hertha nie und nimmer favorisiert in die Qualifikationsspiele gehen würde. Aber für die anstehenden Sommer-Transfer-Gespräche ist es von enormer Wichtigkeit, Planungssicherheit zu haben. Denn ist Hertha qualifiziert, muss der Kader darauf ausgelegt sein, in der kommenden Saison mindestens zusätzliche 6 Engliche Wochen zu spielen. Und bei Erfolgen in DFB-Pokal und Europa League könnten sogar weitere Spieltermine dazu kommen.

Vor dem Spiel verabschiedete sich der Verein von den Spielern Sami Allagui, Florian Kohls und Mike Owusu (Alexander Baumjohann war beim Fototermin nicht anwesend).
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Schiedsrichter Deniz Aytekin

Ticker. Hertha BSC – Bayer 04 Leverkusen – 2:6 (0:3). 55.617 Zuschauer sahen im Berliner Olympiastadion eine furios aufspielende Mannschaft aus Leverkusen, die die Qualifikation von Hertha BSC für die Europa League ein wenig ad absurdum stellte. Denn die Blau-Weißen wurden vom Tabellenzwölften geradezu vorgeführt. 0:3 zur Halbzeit und dann noch 0:4 waren eher Zwischenstände eines zukünftigen Absteigers, als einer Mannschaft die in Europa glänzen will. Pal Dardai und Rainer Widmayer haben in der Sommerpause einiges zu tun, um mit der Mannschaft die Bandbreite an erfolgreichen Spielsystemen zu erweitern. Sonst wird die nächste Saison wieder einmal eine Zitterpartie mit Abstiegskampf und Trainerentlassung. Schiedsrichter Deniz Aytekin und sein Schiedsrichtergespann lagen mit ihren Entscheidungen teilweise daneben. Zum Beispiel war der Elfer für Hertha eher ein Witz. Da hatte Vedad Ibisevic sicher auch nicht mit einem Pfiff gerechnet. Den Herthanern Vedad Ibisevic, Allan Souza und Vladimir Darida zeigte Schiedsrichter Deniz Aytekin den Gelben Karton. Die Tore für Hertha BSC erzielten Mitchell Weiser in der 71. mit Stochern und Sami Allagui in der 86. Spielminute per Elfmeter. Die Tore für Bayer 04 Leverkusen erzielten Chicharito in der 5., Havertz in der 31. sowie 45., Kießling in der 64., Aranguiz in der 81. und Pohjanpalo in der 90. Minute. Herthas Spieler mit der größten Laufdistanz: Dauerläufer Vladimir Darida mit 12,63 gemessenen Kilometern.

Hertha BSC gegen Bayer 04 Leverkusen
Hertha-Mannschaftsaufstellung und Einwechselspieler:

Mai 2017 - Mannschaftsaufstellung - Hertha BSC - Bayer 04 Leverkusen

 

Hertha-Spiele Fußball-Historie

Ältere Spielberichte, Informationen und Meinungen zu Begegnungen beider Mannschaften vom Schiedsrichtergespann:
23. Januar 2017 – Druck – Bayer 04 Leverkusen – Hertha BSC – 3:1
02. Mai 2016 – Hertha hat Ergebniskrise – Bayer 04 Leverkusen – Hertha BSC – 2:1
08. Dezember 2015 – Überfall-Taktik – Hertha BSC – Bayer 04 Leverkusen – 2:1
05. Februar 2015 – Letztes Aufgebot – Hertha BSC – Bayer 04 Leverkusen – 0:1
01. September 2014 – Trotz Führung – Bayer 04 Leverkusen – Hertha BSC – 4:2
14. April 2014 – Rückrunden-Desaster – Bayer 04 Leverkusen – Hertha BSC – 2:1
25. November 2013 – Fußballakademie – Hertha BSC – Bayer 04 Leverkusen – 0:1
16. April 2012 – Schlussspurt Relegation – Bayer 04 Leverkusen – Hertha BSC – 3:3
26. November 2011 – Führungs-Wechselbad – Hertha BSC – Bayer 04 Leverkusen – 3:3
01. Mai 2010 – Absteiger Berlin – Bayer 04 Leverkusen – Hertha BSC – 1:1
11. Dezember 2009 – Herzschlagfinale – Hertha BSC – Bayer 04 Leverkusen – 2:2
14. März 2009 – Noch 6 Siege – Hertha BSC – Bayer 04 Leverkusen – 1:0
04. Oktober 2008 – Drobny fischt alles – Bayer 04 Leverkusen – Hertha BSC – 0:1

Bundestrainer Joachim Löw belohnte Marvin Plattenhardt für dessen herausragende Leistungen im Hertha-Dress mit der Nominierung für die Nationalelf!
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Hertha BSC Bayer 04 Leverkusen Ergebnisse 1. Bundesliga
1. Bundesliga 34. Spieltag:

Heimklatsche Hertha BSC - Bayer 04 Leverkusen

Hertha BSC Bayer 04 Leverkusen Tabelle 1. Bundesliga
1. Bundesliga 34. Spieltag:

Europa-League-Qualifikation Hertha BSC - Bayer 04 Leverkusen

Pressekonferenz mit den Trainern Pal Dardai und Tayfun Korkut
Hertha BSC – Bayer 04 Leverkusen – 2:6
HerthaTV, der offizielle YouTube-Kanal von Hertha BSC

Bundesliga bei Bild, der offizielle YouTube-Kanal von Bild
Hertha BSC – Bayer 04 Leverkusen – 2:6

5 Kommentare

  1. Mir blieb nicht die Spucke weg – ich hatte genug getrunken.
    Nüchtern war dieses Spiel überhaupt nicht zu ertragen.

  2. Gegen Leverkusen brachen alle Dämme, weil …
    a) Allan im defensiven Mittelfeld der Hertha eine Fehlbesetzung ist,
    b) Brooks mit der Position des rechten Innenverteidigers überhaupt nicht zurecht kam.

  3. Auch ein Top-Verteidiger wie John Anthony Brooks hat mal einen schlechten Tag. Bei einer brenzligen Abwehrsituation zu lamentieren, anstatt weiterzuspielen, war ein großer Fehler. Direkte Folge ein Gegentor. Auch wenn es wohl vorher ein Foul an Torunarigha gewesen war. Und dass Brooks fast an der Mittellinie ein Dribbling ala Weiser versucht, war ebenfalls keine gute Idee und wurde folgerichtig mit der Höchststrafe belegt. Gegentor und Auswechslung.

    Bei Allan Souza liegt die Sache anders. Allan ist bislang „noch“ kein Top-Sechser und wird es vielleicht auch nie. Oder doch? Als Zuschauer sehe ich beim jungen Brasilianer sehr starke und sehr schwache Momente. Die starken Momente machen richtig Spaß. Da würde es mich sehr freuen, wenn Allan ein Baustein der zukünftigen Hertha werden würde. Wie er zum Beispiel in Darmstadt von der Mittellinie aus fast ein Weitschusstor erzielt hätte, fand ich sensationell gut antizipiert. Alex Alves ist vor ein paar Jahren so ein Treffer für Hertha gelungen. Auch an einen Allan-Steckpass der Extraklasse auf Kalou kann ich mich erinnern. Aber gegen Leverkusen musste Allan wohl ebenfalls zur Halbzeit dringend ausgewechselt werden.

  4. „Die Mannschaft freut sich auf den Urlaub, für den Manager beginnt die Arbeit. Die Berliner Morgenpost sprach mit Michael Preetz (49), den Geschäftsführer Sport und Kommunikation/­Medien von Hertha BSC über Rang sechs in der gerade beendeten Saison, die Rückrunden-Schwäche, englische Wochen in der Europa League und das ­Zeitfenster bei der Planung eines reines Fußballstadions.“…

    Hier das komplette Interview mit dem erneut grafisch gut aufgearbeiteten Saisonrückblick für den Statistik- und Fußballfan.
    https://www.morgenpost.de/sport/hertha/article210651513/Preetz-Hertha-ist-wieder-eine-interessante-Adresse.html

  5. Durch Dortmunds Pokaltriumpf steht es nun endlich fest, Hertha BSC ist für die Gruppenphase der Europa League direkt startberechtigt. Es müssen nicht zur Unzeit quälende Qualifikationsspiele absolviert werden, die man auch noch vergeigen kann. Und damit ist es nun auch in Stein gemeißelt, Hertha hat mit Tabellenplatz 6 eine herausragende Saison gespielt. Die Mannschaft hat das kleine Wunder vollbracht und sportlich sogar besser abgeschnitten als im schon starken Jahr zuvor. Schatzmeister Ingo Schiller und Manager Michael Preetz haben frühzeitig Planungssicherheit auf der Einnahmenseite. Aus finanzieller wie sportlicher Hinsicht sollte die Europa League ein unschätzbarer Vorteil für die anstehenden Spielertransfers sein. Wenn die meisten Leistungsträger gehalten werden können und noch der eine oder andere Toptransfer gelingt, wird die kommende Saison sportlich an Attraktivität hinzugewinnen. Bleibt für die Fans nur zu wünschen, dass die Trainer Pal Dardai und Rainer Widmayer genug Zeit und Ideen haben, der Mannschaft im Sommer-Training ein neues, erfolgversprechendes Offensivkonzept vermitteln zu können. Defensiv ist die Mannschaft ja bereits bestens aufgestellt.