Schiedsrichtergespann

Hertha BSC Blog – Berlin Fußball Bundesliga

Matchwinner Mathew Leckie

| 1 Kommentar

Hertha BSC besiegte den VfB Stuttgart mit 2:0 durch Tore des erst in diesem Sommer transferierten Australiers Mathew Leckie. Besser kann es beim Einstand vor Heimpublikum für einen neuverpflichteten Spieler wahrlich nicht laufen. Beim ersten Tor konnte Leckie sein außergewöhnliches Tempo nutzen. Auf dem rechten Flügel perfekt von Kapitän Vedad Ibisevic in den Lauf bedient, tanzte Leckie seinen Stuttgarter Gegenspieler Höhe Strafraumeck aus und schoss dann den Ball mit dem linken Fuß flach ins lange Toreck. Nur einem Spieler mit guter Beidfüßigkeit und großer Schnelligkeit kann solch ein Treffer gelingen. Das zweite Hertha-Tor erzielte (Rechtsfuß?) Mathew Leckie dann ebenfalls mit dem linken Stiefel als trockenen Abstauber aus dem Strafraumgewühl nach Ecke von Marvin Plattenhardt. Es ist einfach herrlich, wenn ein neuer Spieler gleich zum Matchwinner wird.

Herthas Ostkurve beeindruckte mit einer aufwändigen Choreographie zum Saisonstart. Ein megagroßer Wimpel zum 125 jährigen Bestehen des Vereins Hertha BSC wurde bis unter das Stadiongedach gehieft.
Foto: Getty Images
Embed from Getty Images

Doppeltorschütze Mathew Leckie

Viel mehr Geschwindigkeit bräuchte seine Mannschaft, um erfolgreicher spielen zu können. Diese Vorgabe wiederholte Hertha-Trainer Pal Dardai in der letzten Saison bis zum Transfersommer in schönster Regelmäßigkeit. Deshalb war es wenig überraschend, dass mit dem Australier Matthew Leckie einer der aktuell schnellsten Spieler der Bundesliga verpflichtet wurde. Aber dass Schnelligkeit im Mannschaftssport Fußball nicht alles ist, sieht man an Alexander Esswein. Esswein kann ähnlich wie Leckie richtig Fahrt aufnehmen, ist dabei aber in seiner Schaffenszeit bei Hertha bislang nur selten effektiv gewesen. Nun ist Mathew Leckie der neue Hoffnungsträger für mehr gefährliche Flanken und Anspiele in den Strafraum sowie im besten Fall durch selbst erzielte Tore. Beim FC Ingolstadt 04 hatte Leckie in 30 Einsätzen der vorangegangenen Saison allerdings nicht ein einziges Tor erzielen können. Umso erfreulicher ist nun, dass sich Matchwinner Mathew Leckie mit seinen zwei Toren vorerst an die Spitze der Bundesliga-Torjägerliste setzen konnte.

Matchwinner Mathew Leckie beim Torschuss zum 2:0 Endstand. Laut Pal Dardai hat Stürmer-Trainer Andreas Thom einen Anteil an den beiden Leckie-Toren.
Foto: Getty Images
Embed from Getty Images

Abgang John Anthony Brooks

Der Mega-Sommertransfer von Herthas Eigengewächs John Anthony Brooks zum VfL Wolfsburg für ca. 18 Millionen Euro schlug eine riesige Lücke in den so sicheren Abwehrverband der Hertha-Mannschaft. Brooks war einer der Garanten für die herausragenden Spielzeiten 2015/16 und 2016/17 mit den Plätzen 7 und 6 in den Abschlusstabellen. Dieser Millionen-Transfer zeigte auch schön auf, wie ungleich die finanziellen Möglichkeiten der einzelnen Bundesligisten sind. Denn wenn ein Tabellensechzehnter und damit Fastabsteiger einem Tabellensechsten und damit Europa-League-Teilnehmer einen Top-Spieler einfach so rauskaufen kann, stimmt da eigentlich irgendwas nicht. Nun gut, der Verein Hertha BSC ist stark darauf angewiesen große Transfererlöse zu erzielen, um sich im Haifischbecken Bundesliga gegen die finanzstärkere Konkurrenz über Wasser halten zu können.

Neuzugang Karim Rekik kam im Abwehrbereich recht fehlerfrei durch die Partie. Im Aufbauspiel scheint Rekik Abgang Brooks gut ersetzen zu können.
Foto: Getty Images
Embed from Getty Images

Neuzugang Karim Rekik

Die Verantwortlichen bei Hertha BSC schienen auf den Abgang von John Anthony Brooks sehr gut vorbereitet gewesen zu sein. Schon im Dezember 2016 wurde das damals 19-jährige Eigengewächs Jordan Torunarigha mit einem langen Vertrag bis 2020 ausgestattet. Torunarigha spielt wie Brooks auf der Position linker Innenverteidiger. Und nun im Sommer dauerte es auch nicht lange und Hertha-Manager Michael Preetz bemühte sich intensiv um die Verpflichtung des Holländers Karim Rekik. Das Interesse von Hertha an Rekik schien schon länger Bestand zu haben. Der auch erst 22 Jahre junge Rekik ist ebenfalls ein Linksfuß und zeigte in den ersten beiden Pflichtspielen gegen Hansa Rostock und nun den VfB Stuttgart, dass er die Brooks-Lücke vielleicht gut schließen kann. Karim Rekik hinterließ einen sehr wachen, dabei robusten, resoluten Eindruck und scheint der Anforderung an den modernen Innenverteidiger, ein gutes Auge für das Aufbauspiel zu haben, gerecht werden zu können.

An Herthas lauffreudigem Per Skjelbred bissen sich die Stuttgarter die Zähne aus.
Foto: Getty Images
Embed from Getty Images

Schiedsrichter Sascha Stegemann

Ticker. Hertha BSC – VfB Stuttgart – 2:0 (0:0). Nur schlappe 44.751 Zuschauer wollten Hertha BSC zum Saisonauftakt im Berliner Olympiastadion sehen. Trotz gutem Wetter und erfolgreichem Start im Pokal gegen Rostock war die magere Zuschaueranzahl schon auffällig. Meiner Meinung nach liegt es an den hohen Preisen, dass das Olympiastadion auch bei guten äußeren Bedingungen nicht besser besucht ist. 35 € für einen Platz im Unterring Block L nahe dem Marathontor sind ein stolzer Preis. Schließlich war der Gegner VfB Stuttgart „nur“ ein Aufsteiger ohne große Topstars und nicht Bayern München mit einem Robert Lewandowski oder Borussia Dortmund mit einem Pierre-Emerick Aubameyang. Schiedsrichter Sascha Stegemann und sein Schiedsrichtergespann mussten die fair geführte Partie nur selten unterbrechen. Den Herthanern Genki Haraguchi und Mitchell Weiser zeigte Stegemann die Gelbe Karte. Die Tore für Hertha BSC erzielte Matchwinner Mathew Leckie in der 46. nach Dribbling und in der 62. Spielminute per Abstauber. Herthas Spieler mit der größten Laufdistanz: Dauerläufer Vladimir Darida mit 12,43 gemessenen Kilometern.

Hertha BSC gegen VfB Stuttgart
Hertha-Mannschaftsaufstellung und Einwechselspieler:

Hertha-Spiele Fußball-Historie

Ältere Spielberichte, Informationen und Meinungen zu Begegnungen beider Mannschaften vom Schiedsrichtergespann:

15. Februar 2016 – Höhenflug zu Ende? – VfB Stuttgart – Hertha BSC – 2:0
14. September 2015 – Wohlfühlzone Bundesligatabelle – Hertha BSC – VfB Stuttgart – 2:1
09. März 2015 – Abstiegskampf – VfB Stuttgart – Hertha BSC – 0:0
06. Oktober 2014 – Königstransfer Stocker – Hertha BSC – VfB Stuttgart – 3:2
24. Februar 2014 – Joker Sandro Wagner – VfB Stuttgart – Hertha BSC – 1:2
16. September 2013 – Gentner-Kopfball – Hertha BSC – VfB Stuttgart – 0:1
13. Februar 2012 – Untergang – VfB Stuttgart – Hertha BSC – 5:0
26. August 2011 – Nichtabstiegsschnitt – Hertha BSC – VfB Stuttgart – 1:0
10. April 2010 – Armer Hund – Hertha BSC – VfB Stuttgart – 0:1
21. November 2009 – Abwehrschlacht – VfB Stuttgart – Hertha BSC – 1:1
21. März 2009 – Patrick Ebert – VfB Stuttgart – Hertha BSC – 2:0
18. Oktober 2008 – Erduselt – Hertha BSC – VfB Stuttgart – 2:1

Torwart Rune Jarstein war wie immer der ruhende Pol in der Abwehr.
Foto: Getty Images
Embed from Getty Images

Hertha BSC VfB Stuttgart Ergebnisse 1. Bundesliga
1. Bundesliga 1. Spieltag:

Hertha BSC VfB Stuttgart Tabelle 1. Bundesliga
1. Bundesliga 1. Spieltag:

Pressekonferenz mit den Trainern Pal Dardai und Hannes Wolf
Hertha BSC – VfB Stuttgart – 2:0
HerthaTV, der offizielle YouTube-Kanal von Hertha BSC

Bundesliga bei Bild, der offizielle YouTube-Kanal von Bild
Hertha BSC – VfB Stuttgart – 2:0

Ein Kommentar

  1. Wie schnelllebig ist doch das Fußballgeschäft! 🙄

    Im Jahr 2014 titelte der Linienrichter in der Hertha-Spiele Fußball-Historie
    „Joker Sandro Wagner“ oder gut 7 Monate später „Königstransfer Stocker“. Im Sommer 2017* haben Herthas Hoffnunfsträger andere Namen.

    *Viel zu oft hieß es im Juni, Juli und August 2017: „Für die Jahreszeit zu kühl“.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.