Fußball Weblog - Blog Hertha BSC Berlin
Herthas verblüffende Auswärtsstärke in der Rückrunde wird immer mehr zum eigentlichen Strohhalm im Abstiegskampf. Auch das Torverhältnis wurde durch die beeindruckende Höhe der Auswärtssiege nachhaltig verbessert (3:0 in Hannover, 3:0 in Freiburg, 5:1 in Wolfsburg und nun 3:0 in Köln). Bei Punkte-Gleichstand nach dem letzten Spieltag würde Hertha im Kampf um den Relegationsplatz wohl die Nase vorn haben.
Es gibt viele Gründe und einige Schuldige wenn Hertha im Sommer den Weg in die 2. Bundesliga antritt. Nach dem torlosen Unentschieden der Berliner im Heimspiel gegen Borussia Dortmund ist nun ein potentiell weiterer Schuldiger auf der Liste - Schiedsrichter Lutz Wagner. Muss nun auch Wagner einen Teil der Verantwortung übernehmen für das Millionending - Herthas Abstieg?
Man weiß nicht ob man lachen oder weinen soll. Wenn ich mir vor der Saison zwei Bundesliga-Duelle hätte aussuchen dürfen, die Hertha unbedingt für sich entscheiden hätte sollen, dann wären mir Siege gegen Ralf Rangnicks 1899 Hoffenheim und zumindest ein Kantersieg gegen den VfL Wolfsburg unter Dieter Hoeneß am liebsten gewesen. Zumindest dieser Wunsch wurde mir grandios erfüllt.
Es fällt mir nicht leicht zu akzeptieren, dass der aktuelle Hertha-Kader einfach keine Erstligatauglichkeit besitzt. Aber die Ergebnisse sprechen eine eindeutige Sprache. Hertha BSC ist mit diesem Personal definitiv abgestiegen. Selten hat man als Fußballfan in Berlin eine erfolglosere Mannschaft in der Bundesliga kicken sehen. Vielleicht mit Ausnahme der immer wieder gern aus der Schublade gezogenen Truppe von Tasmania 1900 Berlin, die in der Saison 1965/66 nur zwei Bundesligasiege einfahren konnte (allerdings hatte Tasmania 1900 damals nur mäßig verdienende Halbprofis im Kader).
Gut gespielt und trotzdem verloren. Hertha BSC steht am Abgrund. So manche kriegen ja die Tür nicht zu, die Hertha kriegt den Ball nicht ins Tor. Die schon über die gesamte Saison herrschende eklatante Abschlussschwäche der Berliner verhindert beim Hamburger SV einen eigentlich verdienten Punktgewinn. Da war viel mehr drin. Jetzt scheint die Flasche endgültig leer zu sein.
Hertha verliert das Heimspiel gegen Hoffenheim und untermauert mit der eklatanten Heimschwäche ihre Abstiegsambitionen.
Funkel: “…eines ist klar: Der Kampf geht weiter.”
Klar ist auch, dass der Trend deutlich in Richtung Abwehrschlachten geht:
Mauern bis zur Abrissbirne.
Nur - bei Hertha scheint langsam der Mörtel auszugehen, der Architekt planlos und der Polier sieht vor lauter Tunnel keine Kerze mehr, auf die Kelle hat er auch schon länger nichts mehr bekommen und wie die Brechstange aussieht, weiß von den anderen Bauspezialfacharbeitern auch niemand mehr.
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