Hertha bleibt im Rennen

4 Mai 2009 In: Bundesliga, Hertha BSC Berlin

Hertha trotzt den bisher extrem heimstarken Hamburgern einen Punkt ab und bleibt weiter aussichtsreich im Rennen um Meisterschaft, Champions League und UEFA-Cup. In der mit 57.000 Zuschauern ausverkauften HSH-Nordbank-Arena (Volkspark war definitiv der bessere Stadionname) erzielten Marcell Jansen in der 8. für den HSV und Gojko Kacar in der 66. Spielminute die Treffer zum 1:1 Unentschieden.

Absturz ins Mittelfeld verhindert

Mit sensationellen 4 Punkten aus den beiden schweren Auswärtsspielen in Hoffenheim und beim Hamburger SV meldet sich die Hertha eindrucksvoll zurück und kann den Absturz ins Mittelfeld bis hinter die derzeit unglaublich punktenden Dortmunder verhindern. Herthas eher leichtes Restprogramm - Bochum (H), Köln (A), Schalke (H) und Karlsruhe (A) - lässt viel Raum zum Spekulieren. 8 oder 9 Punkte sind da allemal drin.

Attraktive Tore - Drop-Kick - Sonntagsschuss

Wie Ivica Olic an der linken Außenbahn marschierte, Steve von Bergen vernaschte und dann perfekt für Marcell Jansen auflegte, hatte große Klasse. Die Ballverlängerung von Hamburgs Jansen an Hertha-Torwart Jaroslav Drobny vorbei ins lange Eck war ebenfalls gekonnt. Getoppt wurde Jansens Tor allerdings durch Gojko Kacars sprichwörtlichen Sonntagsschuss. Fast ansatzlos überraschte Kacar mit seinem wunderbaren Drop-Kick aus gut 20 Metern nicht nur Hamburgs Torwart Frank Rost. Kacar scheint sich von seiner Verletzungsmisere im Winter restlos erholt zu haben.

Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer

Der gute Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer ließ sich von den Fallsüchtigen in des Gegners Strafraum nicht irritieren und versagte mehrfach den zu unrecht geforderten Elfmeterpfiff. Den Herthanern Cicero und Kacar zeigte er jeweils den gelben Karton. Kleiner Wermutstropfen für Hertha, es war Gojko Kacars 5. Gelbe Karte. Damit ist er automatisch für das nächste Spiel gegen den VfL Bochum gesperrt.

 

Ergebnisse BundesligaBundesliga-Ergebnisse 30. Spieltag:

 

VfL Bochum

 - 

Hannover 96

0:2 (0:2)

Arminia Bielefeld

 - 

VfB Stuttgart

2:2 (1:2)

FC Schalke 04

 - 

Bayer Leverkusen

1:2 (0:2)

Eintracht Frankfurt

 - 

Borussia Dortmund

0:2 (0:0)

Karlsruher SC

 - 

Energie Cottbus

0:0 (0:0)

Bayern München

 - 

Borussia M’gladbach

2:1 (2:1)

VfL Wolfsburg

 - 

1899 Hoffenheim

4:0 (0:0)

1. FC Köln

 - 

Werder Bremen

1:0 (0:0)

Hamburger SV

 - 

Hertha BSC

1:1 (1:0)

 

TabelleBundesliga-Tabelle 30. Spieltag:

 

1

VfL Wolfsburg

30

18

6

6

66:36

60

2

Bayern München

30

17

6

7

61:38

57

3

Hertha BSC

30

17

5

8

44:36

56

4

VfB Stuttgart

30

16

7

7

54:39

55

5

Hamburger SV

30

17

4

9

43:41

55

6

Borussia Dortmund

30

13

13

4

49:33

52

7

FC Schalke 04

30

14

7

9

44:29

49

8

Bayer Leverkusen

30

13

6

11

52:38

45

9

1899 Hoffenheim

30

12

9

9

54:45

45

10

Werder Bremen

30

10

9

11

55:42

39

11

1. FC Köln

30

10

5

15

32:45

35

12

Hannover 96

30

9

8

13

43:59

35

13

Eintracht Frankfurt

30

8

8

14

36:49

32

14

VfL Bochum

30

6

10

14

35:49

28

15

Energie Cottbus

30

7

6

17

26:51

27

16

Arminia Bielefeld

30

4

14

12

25:44

26

17

Borussia M’gladbach

30

6

6

18

36:56

24

18

Karlsruher SC

30

6

5

19

21:46

23

-

Herthas Effizienz stürzt Hoffenheim

27 Apr 2009 In: Bundesliga, Hertha BSC Berlin

Die Effizienz ist zurück! Hertha BSC besiegt die TSG 1899 Hoffenheim mit 1:0. Eine einzige mittelmäßige Torchance reicht, um die ungeliebten Hoffenheimer zum zweiten Mal zu schlagen. Herthas ersten Auftritt in der mit 30.150 Zuschauern ausverkauften Rhein-Neckar-Arena hatten sich Trainer Ralf Rangnick und Mäzen Dietmar Hopp sicher anders gewünscht.

Schnelllebigkeit des Fußballgeschäfts

Die Schnelllebigkeit des Fußballgeschäfts ist auch für Kenner immer wieder überraschend und so herrlich unterhaltsam. Noch vor 4 Monaten schwammen die Hoffenheimer als damals berechtigter Herbstmeister und Meisterschaftsanwärter auf einer Woge des Erfolgs und der Bewunderung. Die eitlen Protagonisten Rangnick und Hopp badeten sich in dem ihnen entgegen gebrachten Respekt sichtlich und niemand schien zu ahnen, wie super schnell der eigentlich unvermeidliche Absturz kommen sollte.

Fußball aus der Retorte

Für den Fußballfan ist die Bestätigung der Erkenntnis, dass Erfolg im Fußballsport nicht einfach kurzfristig einkaufbar ist, in diesem Fall besonders wohltuend. Sollen sich die Hoffenheimer doch erstmal in der Bundesliga bewähren, indem sie zum Beispiel einen Abstiegskampf überstehen. Die aktuell anhaltende Erfolglosigkeit des Sinsheimer Retortenvereins bewirkt, dass Hoffenheim in der Tabelle gnadenlos durchgereicht wird. Hoffentlich kann die Hertha auch in der nächsten Saison Hoffenheim wieder zweimal weghauen!

Ebert schießt Herthator

In der 40. Spielminute, kurz vor dem Pausentee, schoss Patrick Ebert das Spiel entscheidende Herthator. Der von Hoffenheim erst in der Winterpause verpflichtete Ex-Nationaltorhüter Timo Hildebrand sah bei dem Flachschuss von Ebert ins kurze Eck nicht wirklich gut aus. Die Vorarbeit zum Hertha-Treffer durch Raffael und Pantelic war gekonnt und sehenswert.

Spielt Hertha den Catenaccio?

Manchmal kommt einem der Schweizer Lucien Favre doch wie ein verkappter Italiener vor. Was die Hertha da in Hoffenheim zelebrierte, roch schon nach einem gepflegten Catenaccio italienischer Prägung. Ironie des Schicksals, gerade die von Rangnick so “modern” auf Angriff ausgerichteten Hoffenheimer bissen sich am vermeintlich antiquierten Catenaccio so richtig die Zähne aus.

Für Dieter Hoeneß ist alles drin

Der Sieg in Hoffenheim sorgt bei allen Herthafans für ein Bundesliga-Saison Finale der absoluten Hochspannung. Die unerwarteten Niederlagen von Wolfsburg, Bayern (das Ende für Klinsmann) und Hamburg machen es möglich, dass nun noch 5 Vereine Deutscher Meister werden können. Auch Hertha-Manager Dieter Hoeneß ließ sich nach diesen günstigen Wochenendergebnissen zu folgendem Zitat hinreißen, “wenn wir Sonntag beim HSV gewinnen, ist alles drin”.

Hamburg am Sonntag geschwächt?

Also wenn der Hamburger SV in den beiden UEFA-Cup-Halbfinal-Spielen gegen Werder Bremen volle Pulle gehen will (und davon ist auszugehen), um ins Finale vorzustoßen, wird das Sonntagspiel gegen Hertha zur lästigen Pflichtaufgabe. Schon im Spiel gegen Werder Bremen vor einer Woche (die Bremer Kreativabteilung Diego und Özil nicht auf dem Platz) profitierte Hertha von der Dauerfehde zwischen dem HSV und den Bremern. Nun könnte Hertha erneut zum Nutznießer werden.

Leandro Cufre verletzt

Das Fußballgeschäft kann sehr hart sein. Gerade erst hatte sich der im Winter geholte Argentinier Leandro Cufre einen Platz in der Anfangsformation erarbeitet. Nun ergab eine Kernspintomografie, dass Cufre im Spiel gegen Hoffenheim einen Innenbandriss im rechten Knie erlitten hat. Damit ist die Saison für Cufre beendet und er kann sich nicht mehr für eine Vertragsverlängerung bei Hertha empfehlen.

Schiedsrichter Wolfgang Stark

Schiedsrichter Wolfgang Stark hatte mit dem fairen Spiel keine Probleme und zeigte nur Herthas Torhüter Jaroslav Drobny wegen Zeitspiels Meckerns (danke Marco) eine Gelbe Karte. Drobny droht nun im Schlussspurt der Meisterschaft noch eine Sperre, da dass schon seine 4. Gelbe war.

 

Ergebnisse BundesligaBundesliga-Ergebnisse 29. Spieltag:

 

1899 Hoffenheim

 - 

Hertha BSC

0:1 (0:1)

Bayern München

 - 

FC Schalke 04

0:1 (0:1)

Borussia Dortmund

 - 

Hamburger SV

2:0 (1:0)

VfB Stuttgart

 - 

Eintracht Frankfurt

2:0 (1:0)

Bayer Leverkusen

 - 

Karlsruher SC

0:1 (0:0)

Werder Bremen

 - 

VfL Bochum

3:2 (0:2)

Hannover 96

 - 

1. FC Köln

2:1 (2:0)

Energie Cottbus

 - 

VfL Wolfsburg

2:0 (0:0)

Borussia M’gladbach

 - 

Arminia Bielefeld

1:1 (1:1)

 

TabelleBundesliga-Tabelle 29. Spieltag:

 

1

VfL Wolfsburg

29

17

6

6

62:36

57

2

Hertha BSC

29

17

4

8

43:35

55

3

Bayern München

29

16

6

7

59:37

54

4

VfB Stuttgart

29

16

6

7

52:37

54

5

Hamburger SV

29

17

3

9

42:40

54

6

FC Schalke 04

29

14

7

8

43:27

49

7

Borussia Dortmund

29

12

13

4

47:33

49

8

1899 Hoffenheim

29

12

9

8

54:41

45

9

Bayer Leverkusen

29

12

6

11

50:37

42

10

Werder Bremen

29

10

9

10

55:41

39

11

Eintracht Frankfurt

29

8

8

13

36:47

32

12

1. FC Köln

29

9

5

15

31:45

32

13

Hannover 96

29

8

8

13

41:59

32

14

VfL Bochum

29

6

10

13

35:47

28

15

Energie Cottbus

29

7

5

17

26:51

26

16

Arminia Bielefeld

29

4

13

12

23:42

25

17

Borussia M’gladbach

29

6

6

17

35:54

24

18

Karlsruher SC

29

6

4

19

21:46

22

-

Simunic führt Hertha zum Sieg

20 Apr 2009 In: Bundesliga, Hertha BSC Berlin

Hertha BSC besiegt Werder Bremen mit 2:1 und befreit sich aus dem Zwischentief. Die Tore erzielten Per Mertesacker per Gestocher in der 43. für Werder Bremen sowie Josip Simunic in der 71. mit einem Kopfball und Raffael in der 87. Spielminute mit einem wunderschönen Distanzschuss für die Hertha.

Herthaspieler Traube

Herthaspieler Traube

Simunic überzeugt in Kapitänsrolle

Simunic drückte dem Spiel gegen die Werderaner seinen Stempel auf. Für den verletzten Arne Friedrich als Hertha-Kapitän eingesprungen, köpfte Simunic nicht nur den eminent wichtigen Ausgleich, sondern konnte mit seiner Souveränität und Ruhe das Abwehrzentrum der Berliner endlich wieder stabilisieren. Die Kapitänsrolle liegt dem Kroaten sichtlich und die Fans feiern ihn frenetisch.

Siegessäule Josip Simunic wieder am Mikro

Das Publikum und die Hertha bilden derzeit eine starke Einheit. Auch als alles auf eine erneute Pleite für Hertha hindeutete, stärkten die Zuschauer und Herthafans ihrer Mannschaft mit Gesängen, Zwischenapplaus und Sprechchören den Rücken. Das war in Berlin nicht immer so. Nach dem Spiel ergriff Siegessäule Simunic das Mikro und bedankte sich auf seine Weise bei den Fans, “ich hatte euch aus den letzten zwölf Spielen acht Siege versprochen. Jetzt haben wir noch sechs Spiele. Fünf Siege sind noch drin. Man muss nur glauben, glauben.”

Hertha Fanblock

Hertha Fanblock

Pantelic kann Chance nicht nutzen

Wie erwartet, rutschte Marko Pantelic in die Anfangsformation. Leider blieb Pantelic blass. Sehr bezeichnend war, dass die Herthatore erst nach der Auswechslung Pantelics fielen. Der wieder hervorragend aufgelegte Raffael und der eingewechselte Tunesier Chermiti konnten im Angriff der Berliner am meisten überzeugen.

Tunesier Amine Chermiti empfiehlt sich

Wie Chermiti im Mittelfeld erst Naldo den Ball vom Fuß spitzelte und dann - mit schneller als Naldo ohne Ball - in Richtung Werdertor losstürmte, um im richtigen Moment auf den mitlaufenden Raffael zu passen, hatte schon Klasse. Chermitis famose Antrittsschnelligkeit konnte bis Dato viel zu selten bewundert werden. Mit dieser Leistung gegen die Bremer hat sich Amine Chermiti bei Hertha-Trainer Lucien Favre sicher für weitere Einsätze empfohlen.

Lucien Favres Einwechselspieler ziehen

Lucien Favres Schachzug, bei Rückstand drei frische Offensivkräfte fast zeitgleich einzuwechseln, ging dieses Mal perfekt auf. Besonders die Einwechselspieler Lukasz Piszczek über rechts und der besagte Chermiti im Zentrum sorgten sofort für Gefahr vor dem Werdertor. Sehr erfreulich war die Leitung des lange verletzten Gojko Kacar. Kacar - ein hervorragender Techniker - überzeugte mit hoher Einsatzbereitschaft und seinem bärigen Siegeswillen.

Schiedsrichter Babak Rafati

Schiedsrichter Babak Rafati hatte mit dem Spiel wenig Mühe und lag mit seinen Entscheidungen im Großen und Ganzen richtig. Den Herthanern Drobny, Dardai und Kacar zeigte er jeweils eine Gelbe Karte. Herthas Torhüter Jaroslav Drobny erhielt seine Gelbe Karte wegen Meckerns nach Abpfiff der ersten Halbzeit auf dem Weg zu den Kabinen.

 

Ergebnisse BundesligaBundesliga-Ergebnisse 28. Spieltag:

 

FC Schalke 04

 - 

Energie Cottbus

4:0 (2:0)

Arminia Bielefeld

 - 

Bayern München

0:1 (0:0)

1. FC Köln

 - 

VfB Stuttgart

0:3 (0:1)

VfL Wolfsburg

 - 

Bayer Leverkusen

2:1 (1:0)

VfL Bochum

 - 

Borussia Dortmund

0:2 (0:1)

Eintracht Frankfurt

 - 

Borussia M’gladbach

4:1 (1:0)

Karlsruher SC

 - 

1899 Hoffenheim

2:2 (1:1)

Hertha BSC

 - 

Werder Bremen

2:1 (0:1)

Hamburger SV

 - 

Hannover 96

2:1 (1:0)

 

TabelleBundesliga-Tabelle 28. Spieltag:

 

1

VfL Wolfsburg

28

17

6

5

62:34

57

2

Bayern München

28

16

6

6

59:36

54

3

Hamburger SV

28

17

3

8

42:38

54

4

Hertha BSC

28

16

4

8

42:35

52

5

VfB Stuttgart

28

15

6

7

50:37

51

6

FC Schalke 04

28

13

7

8

42:27

46

7

Borussia Dortmund

28

11

13

4

45:33

46

8

1899 Hoffenheim

28

12

9

7

54:40

45

9

Bayer Leverkusen

28

12

6

10

50:36

42

10

Werder Bremen

28

9

9

10

52:39

36

11

Eintracht Frankfurt

28

8

8

12

36:45

32

12

1. FC Köln

28

9

5

14

30:43

32

13

Hannover 96

28

7

8

13

39:58

29

14

VfL Bochum

28

6

10

12

33:44

28

15

Arminia Bielefeld

28

4

12

12

22:41

24

16

Borussia M’gladbach

28

6

5

17

34:53

23

17

Energie Cottbus

28

6

5

17

24:51

23

18

Karlsruher SC

28

5

4

19

20:46

19

 

Hertha Tor

Hertha Tor

Hertha - Bremen 2:1

Hertha - Bremen 2:1

Hertha - Bremen 2:1

Zuschauer Anzahl

Hertha hat das Glück verlassen

13 Apr 2009 In: Bundesliga, Hertha BSC Berlin

Hertha BSC Berlin verliert bei Hannover 96 unglücklich mit 0:2. Vor 47.187 Zuschauern in der Hannoveraner AWD-Arena erzielten die Treffer Mike Hanke mit einem Kopfball in der 29. und Arnold Bruggink aus dem Gewühl in der 62. Spielminute.

Herthas Raffael mit Pech

Gleich in der 1. Spielminute hatte Hertha eine hervorragend heraus gespielte Riesenchance auf das 1:0. Aber es sollte nicht sein. Patrick Ebert umkurvte - bei einem perfekt vorgetragenen Tempovorstoß über die rechte Seite - seinen Hannoveraner Gegenspieler und flankte ins Zentrum zu Voronin der den Ball mit der Brust für Raffael auflegte. Raffaels präziser Schuss landete nach gemeinschaftlicher Abwehrarbeit von Schulz und Enke schlussendlich nur am Querbalken - Pech.

Herthas Effektivität futsch

Vorbei sind die schönen Zeiten, da Hertha seine Gegner mit geradezu überirdischer Effektivität entzauberte. Jetzt haben die gegnerischen Teams das Momentum auf ihrer Seite und nerven die Berliner. Schon in der letzten Partie gegen Dortmund war die Torausbeute zu mager und von der so gern zitierten Hertha-Effektivität keine Spur mehr zu sehen.

Voronin trifft nicht und sieht Rot

Die verloren gegangene Effektivität hat viel mit der schwächelnden Treffer-Quote des Torjägers Andrey Voronin zu tun. Noch vor wenigen Wochen traf Voronin einfach alles und wurde von der Presse dementsprechend hochgejubelt. Plötzlich erfand der Boulevard die sonderbarsten Themen. Soll Voronin beim Gewinn der Meisterschaft der Schopf nebst Zopf rasiert werden, was sagt seine geliebte Frau dazu, bekommt das Haustier in Zukunft eine doppelte Fleischration oder ähnlicher Quatsch. Jetzt dreht der Wind und bläst Voronin direkt ins Gesicht.

Lucien Favre is not amused

Andrey Voronin - vom Held zum Buhmann. Das der teure Topspieler Voronin nach 3 Niederlagen in Folge die Fassung verliert, ist für einen modernen Herthaner ein äußerst schwaches Bild. Schließlich hatte Hertha unter Trainer Lucien Favre in der letzten Saison über die Fairplay-Wertung den UEFA-Cup erreicht. Wenig Foulspiel, wenige Gelbe und niemals Rote Karten für Tätlichkeiten sind ein Paradigma Lucien Favres. Das Voronin divenhaft kurz vor Spielende sinnlos Nachtritt, tritt dieses Favre Paradigma offensichtlich mit Füßen.

Voronin bei Hertha vor dem Aus

Hertha hat noch 7 Spiele. Von den 7 Spielen ist Voronin mindestens 3 gesperrt. Wenn es ohne Voronin gut laufen sollte, gibt es für Favre keinen Grund, ihn wieder in die Startformation zu stellen. Wenn es ohne Voronin schlecht laufen sollte, hat Hertha sowieso alle Chancen auf die Champions League verspielt und der teure Voronin ist in Zukunft nicht bezahlbar. Dieses blöde Nachtreten ist eines erfahrenen und langjährigen Vollprofis nicht würdig, oder? Auch von mir gibt es für Voronin die Rote Karte.

Chance für ehrenvollen Abschied Pantelics

Voronin macht den Weg frei für einen ehrenvollen und vielleicht ja sogar glorreichen Abschied von Marko Pantelic. Es wäre dem Publikumsliebling Pantelic absolut zu wünschen, dass er bei seinen letzten Spielen für Hertha BSC (es scheint alles darauf hinaus zu laufen, das Pantelics Vertrag nicht verlängert wird) noch das eine oder andere Tor macht und dann in bester Freundschaft von den Hertha-Fans verabschiedet werden kann. Ich votiere für 7 Mal Pantelic in der Anfangsformation.

Schiedsrichter Michael Kempter

Schiedsrichter Michael Kempter erkennt ein einwandfreies Herthator nicht an. Das wunderschön heraus gespielte Kopfballtor von Raffael wurde nicht gegeben, weil der Linienrichter fehlerhaft ein passives zu einem aktiven Abseits gemacht hat - schade. Schiedsrichter Kempter zeigt Torjäger Andrey Voronin wegen Nachtretens zu Recht die Rote Karte. Den Gelben Karton sehen Schulz und Bruggink von Hannover 96 sowie Dardai, Ebert, Raffael und Cicero von Hertha BSC.

 

Ergebnisse BundesligaBundesliga-Ergebnisse 27. Spieltag:

 

Borussia M’gladbach

 - 

VfL Wolfsburg

1:2 (0:1)

Bayern München

 - 

Eintracht Frankfurt

4:0 (3:0)

Hannover 96

 - 

Hertha BSC

2:0 (1:0)

FC Schalke 04

 - 

Karlsruher SC

2:0 (1:0)

1899 Hoffenheim

 - 

VfL Bochum

0:3 (0:1)

Energie Cottbus

 - 

Arminia Bielefeld

2:1 (1:0)

Borussia Dortmund

 - 

1. FC Köln

3:1 (1:1)

Bayer Leverkusen

 - 

Werder Bremen

1:1 (1:1)

VfB Stuttgart

 - 

Hamburger SV

1:0 (0:0)

 

TabelleBundesliga-Tabelle 27. Spieltag:

 

1

VfL Wolfsburg

27

16

6

5

60:33

54

2

Bayern München

27

15

6

6

58:36

51

3

Hamburger SV

27

16

3

8

40:37

51

4

Hertha BSC

27

15

4

8

40:34

49

5

VfB Stuttgart

27

14

6

7

47:37

48

6

1899 Hoffenheim

27

12

8

7

52:38

44

7

FC Schalke 04

27

12

7

8

38:27

43

8

Borussia Dortmund

27

10

13

4

43:33

43

9

Bayer Leverkusen

27

12

6

9

49:34

42

10

Werder Bremen

27

9

9

9

51:37

36

11

1. FC Köln

27

9

5

13

30:40

32

12

Eintracht Frankfurt

27

7

8

12

32:44

29

13

Hannover 96

27

7

8

12

38:56

29

14

VfL Bochum

27

6

10

11

33:42

28

15

Arminia Bielefeld

27

4

12

11

22:40

24

16

Borussia M’gladbach

27

6

5

16

33:49

23

17

Energie Cottbus

27

6

5

16

24:47

23

18

Karlsruher SC

27

5

3

19

18:44

18

-

Dortmund beendet Herthas Lauf

5 Apr 2009 In: Bundesliga, Hertha BSC Berlin

Borussia Dortmund besiegt Hertha BSC Berlin mit 3:1 und beendet damit Herthas Lauf mit 10 Heimspielsiegen in Serie. Im mit 74.244 Zuschauern ausverkauften Berliner Olympiastadion konnte der Ex-Tabellenführer seiner Favoritenrolle dieses Mal nicht gerecht werden.

Traum von der Meisterschale ausgeträumt

Schade - die Hütte voll, das Wetter bestens - aber nun sind die Punkte weg und der Traum von der Meisterschale ist vorerst ausgeträumt. Wenn man einen kritischen Blick auf die aktuelle Tabelle wirft, wird sofort klar, dass zwischen der Meisterschale und dem Erreichen des 5. Tabellenplatzes nur wenige Punkte liegen.

Endspiel in Hoffenheim am 24.04.

Der direkte Konkurrent Herthas für einen Platz im internationalen Geschäft, sprich Teilnahme an UEFA-Cup oder Champions League, scheint die TSG 1899 Hoffenheim zu sein. Mit einem Sieg oder zumindest einem Unentschieden in Hoffenheim im Freitagabendspiel am 24.04.09 hätte Hertha einen wichtigen Brocken aus dem Weg geräumt. Ein Endspiel eben.

Ausblick Richtung Saisonfinale

Die sensationellen Wolfsburger, die konstant punktenden Hamburger, die schwächelnden Bayern und die unter Babbel wieder erstarkten Stuttgarter werden wohl am Saisonfinale unter den ersten 5. Tabellenplätzen zu finden sein. Bleibt nur noch ein freies Plätzchen für Hertha oder eben die glücklicherweise etwas nachlassenden Hoffenheimer. Endspiel in Hoffenheim. Mit Leverkusen, Schalke und Dortmund muss Hertha doch nicht mehr rechnen - oder?

10 Heimsiege in Serie

Bravo Hertha - 10 Heimsiege in Serie sind ein außerordentlicher Rekord für die Ewigkeit. Ähnliche Serien legen wohl auch Spitzenteams in den stärksten europäischen Ligen nur äußerst selten hin. Da sind die Statistiker aufgerufen, erhellende Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit zu liefern.

Hertha Trainer Favre überrascht

Hertha Trainer Lucien Favre ist immer wieder für eine Überraschung gut. In der 67. Spielminute wechselte Favre mit Kacar, Pantelic und Domovchiyski drei Offensivkräfte gleichzeitig ein, um eine Wende im Spiel zu erzwingen. Schade, dass dieser mutige und überraschende Schachzug nicht von Erfolg gekrönt war.

Traumtor durch Raffael

Die Tore für die Dortmunder erzielten Frei in der 25., Kehl in der 63. und Valdez in der 82. Spielminute. Den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer für die Hertha markierte Raffael in der 54. Spielminute. Mit einem sehenswerten Alleingang nahm er vor dem Torschuss die gesamte Dortmunder Abwehr auseinander. Borussen-Trainer Klopp werden bei diesem Traumtor wohl alle Haare zu Berge gestiegen sein. Tore durch Stürmer Raffael könnten im Schlussspurt der Bundesliga enorm wichtig werden.

Schiedsrichter Weiner

Schiedsrichter Weiner hatte mit der Partie wenig Mühe und zeigte nur zwei Gelbe Karten für Herthas Voronin und Dortmunds Hajnal.

 

Ergebnisse BundesligaBundesliga-Ergebnisse 26. Spieltag:

 

Arminia Bielefeld

 - 

FC Schalke 04

0:2 (0:1)

VfL Wolfsburg

 - 

Bayern München

5:1 (1:1)

VfL Bochum

 - 

VfB Stuttgart

1:2 (0:0)

Hertha BSC

 - 

Borussia Dortmund

1:3 (0:1)

Eintracht Frankfurt

 - 

Energie Cottbus

2:1 (1:1)

Hamburger SV

 - 

1899 Hoffenheim

1:0 (1:0)

1. FC Köln

 - 

Bayer Leverkusen

0:2 (0:0)

Werder Bremen

 - 

Hannover 96

4:1 (1:0)

Karlsruher SC

 - 

Borussia M’gladbach

0:0 (0:0)

 

 

TabelleBundesliga-Tabelle 26. Spieltag:

 

1

VfL Wolfsburg

26

15

6

5

58:32

51

2

Hamburger SV

26

16

3

7

40:36

51

3

Hertha BSC

26

15

4

7

40:32

49

4

Bayern München

26

14

6

6

54:36

48

5

VfB Stuttgart

26

13

6

7

46:37

45

6

1899 Hoffenheim

26

12

8

6

52:35

44

7

Bayer Leverkusen

26

12

5

9

48:33

41

8

FC Schalke 04

26

11

7

8

36:27

40

9

Borussia Dortmund

26

9

13

4

40:32

40

10

Werder Bremen

26

9

8

9

50:36

35

11

1. FC Köln

26

9

5

12

29:37

32

12

Eintracht Frankfurt

26

7

8

11

32:40

29

13

Hannover 96

26

6

8

12

36:56

26

14

VfL Bochum

26

5

10

11

30:42

25

15

Arminia Bielefeld

26

4

12

10

21:38

24

16

Borussia M’gladbach

26

6

5

15

32:47

23

17

Energie Cottbus

26

5

5

16

22:46

20

18

Karlsruher SC

26

5

3

18

18:42

18

-

Hertha-Hymnen Hitparade

26 Mär 2009 In: Allgemeines, Hertha BSC Berlin, Schiedsrichter

Fußballliedgut und -schlecht

Da is Musike drin!

In der Regel aber schlecht bis grauenvoll, leider hat die Fußballtradition deutscher Fans die musikalische bzw. gesangliche Komponente meist deutlich im Abseits stehen lassen und sich in der letzten Zeit mehr auf Choreographien kapriziert, um ihrer Verbundenheit mit den Mannschaften Ausdruck zu verleihen.
Seitens der Vereine kommt dann sowas wie die offizielle Einstimmung bei Hertha BSC raus, bei der auch die Tribüne und Gegengerade mitsingen soll.

1.    Blau und weiß

Gefangenenchor von Nabucco

Das bis zur Tantiemenbefreiung abgestandene Liedgut von Pippo Verdi zum offiziellen Hymnus von Hertha BSC machen zu wollen, zeugt von einer Phantasielosigkeit, die dem Geist der VIP-Loge verpflichtet ist und sich selbst für gutes Management hält.
Diesen Hit zur italienischen Nationalhymne zumachen, damit sind schon die “Stiefelinsassen” (M. Harden) gescheitert.
Als lange leidender Delinquent, 40 Jahre ohne Bewährung mit zum Teil verschärften Haftbedingungen, Dunkelarrest bei Wasser und ganz kleinen Brötchen, kann man sich mit einem Gefangenenchor natürlich hinreichend identifizieren, Diaspora kann überall sein und die Flaschengröße Nebukadnezar (Nabucco) passt für einen Vergleich mit Manager Dieter H. auch wie der entsprechende Korken aufs nämliche Auge.
Herthafanmäßig waren die 80er Jahre gefühlte volle 10 Jahre JVA Tegel TA 1, nach dem Motto einer Scheißhausparole, die ich bei Helmut in der Stephanstraße (Blue Night) aufgeschnappt hatte:

KPD/ML - Sieg im Volkskrieg
HSV/BL - Sieg im Volkspark
LSD/XL - Sieg im Vollrausch,
Realität ist was für Leute, die nicht mit Drogen umgehen können.

Oder wie Falco das treffend beschrieben hatte: “Wer sich an die achtziger Jahre erinnern kann, hat sie nicht miterlebt.”

Der Filmriss als Ultima Ratio, Gegenwart erträglich zu gestalten und Vergangenheit nachhaltig zu bewältigen, für Herthaanhänger in stilecht blauweiß gestreifter Sträflingskluft in den schweren Jahren ein unabdingbares Instrument um im Überlebenskampf zu bestehen.

So hören sich dann die Folgen in der Fankurve an:

2.    Das geht ab!

Was genau da eigentlich abgeht, erschließt sich mir leider nicht wirklich, eine diffuse freudige Erwartung von “Alles egal”?

Hier schon die nächste Generation noch ganz dicht über dem dunstigen morgendlichen Horizont:

3.    Leuchte, blau-weißer Stern!

Das bekommt man normaler Weise auch nicht auf die Hauptreihe, bei ca. 10.000 Grad Kelvin aber ein ganz heißer Kandidat für einen Sommerhit, wenn nicht wie üblich der unterkühlte rote Überriese noch aus dem Kreuz des Südens kommt.

Und noch was aus den Zeiten schwerer See mit leichter Schlagseite aber dafür ohne Heimathafen.

4.    Frank Zander - Nur Nach Hause Gehn Wir Nicht

So lange kann Abschied sein:

5.    Hertha BSC - Frank Zander - Na-Na Hey-Hey Goodbye

Polterpogo im Bereitschaftsdienst:

6.    Harlekins 98´ Hertha BSC Berlin

Rabattrapper mit eigener Marke:

7.    Fringe Group Berlin Präsentiert:Burna Feat. Fysoe Ein Leben eine Liebe Hertha

Powerschunkelmucke für den kurz gehaltenen Laubenpieper:

8.    Blau Weiße Hertha

Powerpumuckeln für aufstrebende Nachwuchsfans:

9.    Immer wieder Hertha 2008

Herthaster Hardrock - aber voll geberserkert:

10.    Berserker - Hertha BSC

Balla-Balla-Ballade, kein Loch ist tief genug:

11.    Ben-Hertha-Wir steh´n wieder auf

Ihr seid hart, und sie kennen keinen Schmerz:

12.   1892 - Wir sind Hertha!

Hans Hartz 4 für ganz Bedürftige:

13.    Hertha BSC Blau Weisse Fahnen sollen wehen

Wenn die weißen Tauben schläfrig geworden sind, muss halt mal wieder Flagge gezeigt werden, hauptsache es flattert.
Die angegebenen Startnummern sind noch keine Wertung.

Da kommt bei mir eine frühkindliche Erinnerung von meinem ersten und einzigen Erfolgshit “Teddy ist so müde” hoch, von dem ich leider keine Version im Internet finden konnte aber mit einiger Sicherheit behaupten kann, dass es heute ein absoluter Knaller auf den entsprechenden Websites wäre. Da wurden von mir früher Zugaben bis über die Tiefschlafphase hinaus gefordert.
Es könnte aber besonders für die allerkleinsten Fananwärter einen Einstieg sein:

Herthinho ist müde
muss ins Bettchen gehn
seine dicken Beinchen
können nicht mehr stehn
usw.

Das aber außer Konkurrenz, dazu dann noch die passende Bettwäsche und die nächste Generation Herthafans kann voll abkassiert werden.

Hier noch die Startnummern 14 bis 18

5 ganz inspirierte Vorschläge für Meister-Songs von Daniel Otto:

Die klare Nummer Eins für mich: Die Ärzte - Hertha ist Meister.
Die Ärztetitel sind auch die einzigen, denen man zutrauen kann, einigermaßen die Tonspur durch die Fankurve zu halten.

Sollte es in diesem Jahr wirklich noch zum Äußersten kommen, worauf wir nun alle lange genug warten mussten, wird sich sicherlich noch jemand finden, der ein frisches und vor allem triumphales Stück zusammenkomponiert, das auch unfallfrei durch die Kurve kommt.

Und da sind wir dann auch schon bei den Neueinsteigern der Woche, zugegeben musikalisch nicht mehr ganz taufrisch, aber der Knallerhit von Rosenstolz ist dafür absolut fankurvengängig:

Rosenstolz - Nur Einmal Noch

Nur ein Tor noch

nur wer dich sieht - kann es verstehn
du schießt ihn ein - es war so schön
das stadion bebt - es ist so laut
ein schneller Kick - von meiner Braut
nur wer dich liebt - kennt das gewühl
das man nie mehr vermissen will
wer auf dich steht - spürt auch die macht
deutscher meister! - es ist vollbracht.

nur einmal noch volles rohr abziehn
schüsse als balsam auf wunde seelen
nur ein tor noch - im triumph verglühn
endlich wieder meister Hertha Berlin.

Und die ganz alte Dame aus Berlin darf in dem Reigen eigentlich auch nicht fehlen, nein nicht mit dem Koffer sondern als Trümmerfrau mit Blumenstand:

Marlene Dietrich - The Ruins of Berlin

In den Ruinen von Berlin
Fing Hertha Fußball wieder an zu spieln
Und auf dem Platz wie in den besten Zeiten
Spielzüge wie Meister sie bestreiten

Meisterschaftsträume werden wahr
Und das vielleicht auch schon in diesem Jahr
Dieser Triumph ist der Beginn
Für Hertha BSC Berlin

Damit ist die Abstimmung dann auch schon im vollen Gange, für neue Vorschläge sind wir hier auch immer zu haben, erst aber mal fröhlich durchgeträllert die Hits und dann ordentlich gevotet und ruhig auch eurem Capo Meldung machen:

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