Schiedsrichtergespann

Hertha BSC Blog – Berlin Fußball Bundesliga

Pechvogel Mittelstädt und Hoffenheims Qualität

Hertha BSC verlor sein Freitagabendheimspiel gegen 1899 Hoffenheim verdient mit 1:3. Spätestens ab dem Zeitpunkt als Maximilian Mittelstädt mit Gelb-Rot vom Platz flog, waren die Berliner heillos überfordert. Denn schon beim 11 gegen 11 gewann man als Zuschauer mit fortschreitender Spieldauer den Eindruck, die Hoffenheimer hätten einen Spieler mehr auf dem Feld, so schnell und passsicher kombinierte die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann. Dabei hatte die Partie aus Sicht der Berliner hervorragend begonnen. Dardais klug vorbereitete und von der Mannschaft exzellent umgesetzte Pressing Marschroute ließ den Hoffenheimern wenig Raum. Darüber hinaus kamen die Blau-Weißen zu eigenen Torchancen und erzielten dann sogar den Führungstreffer durch Rechtsverteidiger Peter Pekarik.
April 2017 - Spielergebnis - Hertha BSC - 1899 Hoffenheim - 1:3
Elfmeter und Gelb nach Maximilian Mittelstädts Handspiel.
Foto: Getty Images

Peter Pekarik mit Torpremiere für Hertha

In der 32. Spielminute passte Salomon Kalou den Ball von links gefährlich in den Rückraum der Hoffenheimer Abwehr. Dort stand Alexander Esswein perfekt zum Einschuss bereit, aber der Ball rutschte ihm spektakulär über den Schlappen. Ungewollt landete das Spielgerät so bei Herthas Rechtsverteidiger Peter Pekarik, der trocken zum Torschuss ansetzte und Torhüter Baumann gegen jedes Gesetz der Serie im kurzen Eck überraschend düpierte. Pekarik – eigentlich Herthas Spieler mit der eingebauten Er-schießt-niemals-ein-Tor-Automatik – traf und die Hertha-Welt erstrahlte plötzlich in den hellsten Farben. Sollte die Mannschaft gar noch in den Kampf um die Champion-League-Plätze eingreifen können? Sollten auch die spielstarken Hoffenheimer an Berlins sagenhafter Heimstärke scheitern?

Peter Pekarik und Trainer Pal Dardai bejubeln das Tor zum 1:0.
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Handspiel Maximilian Mittelstädt

Die Freude der Berliner Fans währte nur sehr wenige Minuten. Denn schon in der 39. Spielminute sprang der Ball Maximilian Mittelstädt bei einer Abwehraktion im eigenen Strafraum unglücklich an die Hand und Schiedsrichter Benjamin Brand pfiff Elfmeter. Bitter, dass Mittelstädt dafür auch noch die Gelbe Karte sah. Denn in der 58. Spielminute bekam er für ein normales Foulspiel die zweite Gelbe Karte verpasst und musste den Platz folgerichtig verlassen. Eine überharte Entscheidung des Schiedsrichters der in dieser Situation wenig Fingerspitzengefühl bewies. Eine letzte Ermahnung wäre sicher angebracht gewesen. Doppeltbitter für den 20-jährigen Nachwuchsspieler Maximilian Mittelstädt ist nun, dass er sich auch gleich um die Chance brachte, im nächsten Spiel gegen Gladbach erneut in der Startformation aufzulaufen. „Erst hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu“. Mit dann nur noch zehn Mann auf dem Platz waren die Berliner fortan dem Hoffenheimer Kombinationswirbel geradezu hilflos ausgeliefert. Und mit dem schlussendlichen 1:3 war dann alles fast noch glimpflich abgegangen.

Keine Chance. Diesen Hammer-Weitschuss von Niklas Süle konnte Rune Jarstein nicht parieren.
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Schiedsrichter Benjamin Brand

Ticker. Hertha BSC – TSG 1899 Hoffenheim – 1:3 (1:1). 42.401 Zuschauer sahen im Berliner Olympiastadion eine anspruchsvolle Bundesligapartie mit vielen taktischen Finessen. Insgesamt war 1899 Hoffenheim in der Saison 2016/17 eine Nummer zu groß für die Hertha. Denn Hoffenheim ist in dieser Spielzeit die bislang einzige Mannschaft gegen die Hertha nach zwei Partien mit null Punkten dasteht. Schiedsrichter Benjamin Brand und sein Schiedsrichtergespann haben das Spiel durch den Platzverweis für Maximilian Mittelstädt maßgeblich beeinflusst. Den Vorwurf ein Heimschiedsrichter zu sein, kann man Brand absolut nicht machen. Den Herthanern Vedad Ibisevic (seine 5.) und Per Skjelbred zeigte Benjamin Brand die Gelbe Karte. Das Tor für Hertha BSC erzielte Peter Pekarik in der 32. Spielminute mit einem strammen Rechtsschuss. Die Tore für TSG 1899 Hoffenheim erzielten Kramaric in der 39. per Elfmeter, Niklas Süle in der 76 mit einem Hammer-Weitschuss und wiederum Kramaric in der 86. Minute. Herthas Spieler mit der größten Laufdistanz: Dauerläufer Vladimir Darida mit 12,25 gemessenen Kilometern.

TSG 1899 Hoffenheim gegen Hertha BSC
Hertha-Mannschaftsaufstellung und Einwechselspieler:
April 2017 - Mannschaftsaufstellung - Hertha BSC - 1899 Hoffenheim

Hertha-Spiele Fußball-Historie

Ältere Spielberichte, Informationen und Meinungen zu Begegnungen beider Mannschaften vom Schiedsrichtergespann:

01. November 2016 – Ohne Reservebank – 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 1:0
18. April 2016 – Keine Punkte – 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 2:1
24. November 2015 – Hawk-Eye im Schneegestöber – Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 1:0
25. Mai 2015 – Um Haaresbreite – 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 2:1
22. November 2014 – Rumpftruppe auf Zahnfleisch – Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 0:5
07. April 2014 – Sami Allagui – Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 1:1
11. November 2013 – Torjäger Adrian Ramos – 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 2:3
07. Mai 2012 – Relegation geschafft – Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 3:1
17. Dezember 2011 – Stochertor Hubnik – 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 1:1
27. Februar 2010 – Heimpleite – Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 0:2
27. September 2009 – Schießbude – 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 5:1
24. April 2009 – Effizienz – 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 0:1
09. November 2008 – Bundesliga-Spitzenreiter – Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 1:0

Herthas Nachwuchsspieler Jordan Torunarigha kam zu seinem 2. Kurzeinsatz.
Foto: Getty Images

Hertha BSC 1899 Hoffenheim Ergebnisse 1. Bundesliga
1. Bundesliga 26. Spieltag:

Handspiel Maximilian Mittelstädt Hertha BSC - 1899 Hoffenheim

Hertha BSC 1899 Hoffenheim Tabelle 1. Bundesliga
1. Bundesliga 26. Spieltag:

Peter Pekarik mit Torpremiere Hertha BSC – TSG 1899 Hoffenheim

Pressekonferenz mit den Trainern Pal Dardai und Julian Nagelsmann
Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 1:3

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Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 1:3

2 Kommentare

  1. Interessant. 😮
    „Hoffenheim ist in dieser Spielzeit die bislang einzige Mannschaft gegen die Hertha nach zwei Partien mit null Punkten dasteht.“ Ich hoffe, das bleibt auch so!
    Denn dann würde Hertha ja noch punkten gegen RB Leipzig, Werder Bremen und Bayer 04 Leverkusen.

  2. Pal Dardais Vorgabe, aus den verbleibenden 8 Partien 4 Siege und damit 12 Punkte einzufahren, scheint ambitioniert aber machbar. Es wäre sehr, sehr schade, wenn die Mannschaft im Saison-Endspurt erneut die Flatter bekommt und das Punktepolster nicht ausreicht, um die Europe-League-Qualifikation zu schaffen. Thema Wunschkonzert: Ein grandioser Heimsieg gegen Leipzig sollte unbedingt dabei sein 🙂