Schiedsrichtergespann

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Portugal oder Urlaub?

Das ist die entscheidende Frage vor dem letzten Gruppenspiel der DFB-Auswahl gegen Österreich. Ein Unentschieden reicht für das Viertelfinale gegen Portugal in Basel. Wenn die Hosen wirklich so voll werden sollten, wie die Österreicher sich das einzureden versuchen, sollte Jogi Löw sich einen Rücktritt trotz der demonstrativen Rückendeckung vom DFB-Boss Zwanziger (den kann auch keiner wechseln!) von niemanden ausreden lassen und statt dessen intensiv über eine Rückzahlung seines letzten Jahresgehalts nachdenken.
Eigentlich ist eine Niederlage gegen das ÖFB-Team schlichtweg undenkbar, völlig unvorstellbar wie ein österreichischer Spieler auf freier Wildbahn ein Tor erzielen will, aber die Vorstellung, dass Lehmann oder einer seiner Vorderleute sich zu einer finalen Notgrätsche genötigt sehen könnte, ist bei blank gewienertem aber gänzlich verknittertem Nervenkostüm nicht ganz auszuschließen.
Die gestrigen Leistungen der Schiedsrichtergespanne waren bedauerlicher Weise auch eher zum Abwinken bzw. -pfeifen: dem belgischen Schiedsrichter fehlte es an einer konsequenten Linie bei der Leitung der Partie Kroatien – Deutschland, dem englischen Linienrichter bei Österreich – Polen die passende Armbinde (die gelbe mit den drei schwarzen Punkten). Die Spiel resp. Turnier entscheidenden Fehlleitungen sind dann rechtzeitig zu den letzten Gruppenspielen und den Finalrunden zu erwarten.
Der deutsche Fußballfan darf sich mit größter Wahrscheinlichkeit auf den ersten Viertelfinalkracher in Basel freuen, wobei zu hoffen ist, dass die DFB-Elf sich nicht allzu sehr am Spielort orientiert. An der Kette, an die Christiano Ronaldo gelegt werden muss, muss dann auch richtig gezerrt werden, wenn die 26. KW nicht schon als Urlaubswoche angerechnet werden soll.

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