Schiedsrichtergespann

Hertha BSC Blog – Berlin Fußball Bundesliga

Tabellenführer schlagen

Den Tabellenführer zu schlagen, ist der wahre Hochgenuss im Fußball. Auch wenn Erzgebirge Aue wegen des auf mehrere Tage verteilten Spieltags die Tabellenführung gefühlt schon am Samstag an Augsburg verloren hatte. Herthas 2:0 gegen Erzgebirge Aue ist die beste Steilvorlage für das Zweitliga-Spitzenspiel am nächsten Samstag gegen den jetzigen Tabellenführer FC Augsburg. Den FCA schlagen, die Tabellenführung zurückerobern und als Herbstmeister in die Winterpause – ein schöneres Weihnachtgeschenk kann ich mir als Herthafan gar nicht vorstellen.

Lasogga macht’s

Das ein noch 18jähriger Pierre-Michel Lasogga als Matchwinner gegen Aue zu feiern ist, ist unbedingt Verdienst von Hertha-Trainer Markus Babbel, der schon die ganze Saison konsequent auf junge, bis sehr junge Spieler setzt und auch nicht davor zurückschreckt zum Beispiel Millionen-Einkauf Friend auf die Bank zu setzen.

Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer

Ticker. Hertha BSC – Erzgebirge Aue – 2:0 (1:0). Vor 45.892 Zuschauern im Berliner Olympiastadion hatte Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer die Partie sehr gut im Griff. Kobiashvili und Lustenberger zeigte Kinhöfer Gelb. Die Tore für Hertha erzielten Levan Kobiashvili in der 37. Spielminute mit einem durch die Mitte verwandelten Strafstoß und Pierre-Michel Lasogga in der 65. Minute.


Mannschaftsaufstellung Hertha BSC:
Mannschaftsaufstellung Hertha BSC Erzgebirge Aue

Hertha BSC Erzgebirge Aue Ergebnisse 2. Bundesliga2. Bundesliga 16. Spieltag:

Hertha Erzgebirge Aue Pierre Michel Lasogga

Hertha BSC Erzgebirge Aue Tabelle 2. Bundesliga2. Bundesliga 16. Spieltag:

Hertha Erzgebirge Aue Thorsten Kinhöfer

5 Kommentare

  1. Die Aussage, dass Hertha-Trainer Markus Babbel schon die ganze Saison konsequent auf junge, bis sehr junge Spieler setzt, sahen einige Blogger durchaus anders:
    http://www.hertha-blog.de/old-school.html

    Sei’s drum – im Heimspiel gegen Aue hat die Mischung gestimmt. Mijatovic und Lustenberger haben Ruhe in die Defensive gebracht, so dass der junge Torwart Burchert auch nicht all zu viele Bälle aufs Tor bekam.

    Es wäre prima, wenn auch im Spitzenspiel Burchert nicht hinter sich greifen muss, und die beste Defensive der 2. Liga in den Winterurlaub gehen/fahren/fliegen kann.

  2. Hochachtung für das Team von Hertha-Blog.de für die Kärrnerarbeit im Oktober das Durchschnittsalter aller Zweitligisten zu ermitteln und zu bewerten. Dass die Hertha-Mannschaft in seiner Stammformation nicht als Jugendmannschaft zusammengestellt wurde, um das Ziel Wiederaufstieg zu schaffen, ist eigentlich nicht überraschend und wird durch die Berechnungen untermauert. Markus Babbel hat aber intensiv ab dem ersten Saisonspiel an Aufbau und Integration junger Spieler gearbeitet. Mit Pierre-Michel Lasogga 15.12.1991, Nico Schulz 01.04.1993, Fanol Perdedaj 16.07.1991, Sebastian Neumann 18.02.1991 und Marco Djuricin 12.12.1992 hat Babbel gleich 5 Spieler zwischen 17 und 19 Jahren zu einem festen Bestandteil der Hertha-Mannschaft gemacht. Mehr als etwas Mut gehört bestimmt dazu, schließlich geht es für den Verein Hertha BSC fast schon um alles. Die von Markus Babbel ausgerufene Philosophie, „wenn 2 Spieler sich gleichstark präsentieren, spielt der Jüngere“ ist als Handschrift ziemlich deutlich zu erkennen und das ist richtig gut so.

  3. Gemach, gemach mein lieber Tiergarten, schauen
    wir doch einmal in die Leistungsdaten der von
    dir genannten Spieler bei bundesliga.de.

    Pierre-Michel Lasogga 15.12.1991: 481 Spielminuten, 3 Tore, 3 gelbe Karten,
    Nico Schulz 01.04.1993: 441 Spielminuten, 2 gelbe Karten,
    Fanol Perdedaj 16.07.1991: 434 Spielminuten,
    Sebastian Neumann 18.02.1991: 476 Spielminuten, 1 gelbe Karte,
    Marco Djuricin 12.12.1992: 174 Spielminuten, 2 Tore.

    Die Hinserie hat 1530 Spielminuten, die komplette Saison 3060 Spielminuten plus Nachspielzeit. Von einem Stammspieler würde ich sprechen, wenn einer bis zum Ende des Saison mehr als 1000 Minuten gespielt hat. Bis dato erreichen als Einzige Lell und Hubnik 1440 Spielminuten – sie haben alle 16 Spiele komplett
    bestritten.

    Im übrigen erinnere ich an den Kommentar von Lady Lee
    http://www.schiedsrichtergespann.de/selbstlaeufer-wiederaufstieg/#comment-676.

  4. Die Addition der bislang absolvierten Spielminuten jedes Hertha-Spielers ist wahrlich ein Gradmesser mit großer Nachhaltigkeit. Als Ergebnis dieser Analyse ist sicher typisch, dass Verteidiger und Torhüter seltener getauscht werden, als Kreativ- und Offensiv-Spieler und somit in einer Endabrechnung auf mehr Gesamt-Spielzeit kommen. Lell und Kobiashvili zum Beispiel standen oft in der Kritik, wurden aber von Babbel nie öffentlich in Zweifel gezogen. Torwart Maikel Aerts wäre sicher ohne die schwere Knie-Verletzung bis zum Saisonende unantastbar geblieben. In der Defensive wird ohne Not nicht experimentiert. Auch wenn ein Glied der Verteidigung mal schwächelt, wird nicht gleich getauscht. Ohne die Verletzung von Kapitän Andre Mijatovic hätte Sebastian Neumann sicher keine Chance für die Startelf und seine bisher erreichten 476 Spielminuten erhalten. Für einen 19jährigen sind 476 erfolgreiche Spielminuten in der Innenverteidigung einer Zweitliga-Mannschaft mit Aufstiegsdruck schon sehr bemerkenswert. Hätte der 17jährige Nico Schulz in der 1. Bundesliga nach dem 16. Spieltag schon 441 Spielminuten für Hertha hinter sich, käme das einer kleinen Sensation gleich und er hätte mit Sicherheit Reporter-Scharen auf seinen Fersen. Der ab heute 19jährige Pierre-Michel Lasogga (Herzlichen Glückwunsch !!!) ist auf dem besten Weg Rob Friend dauerhaft aus der Startelf zu verdrängen. Mit seiner unbekümmerten, kämpferischen Art scheint Lasogga mit Herthas Südamerikanern im Angriffszentrum besser zu harmonieren als der eher grantige Friend. Für den 19jährigen Fanol Perdedaj wird es möglicherweise in der Rückrunde etwas schwieriger seine bislang erreichten 434 Spielminuten weiter auszubauen, da der lang vermisste 6er Lustenberger endlich wieder fit ist. Mit dem auch erst 22jährigen Fabian Lustenberger kommt endlich eine gute Priese alter Erstliga-Spielkultur in Herthas Kreativ-Abteilung zurück (jetzt fehlt nur noch Patrick Ebert). Perdedaj wird in Zukunft hinter Niemeyer und Lustenberger die erste Alternative für die 6er Position sein.

  5. Wenn ich die Uhrzeit lese deines letzten Kommentars, solltest du dich umbenennen von Linienrichter in Nachtschicht.
    Oder bist du so früh aufgestanden, um Schnne zu schippen?