Schiedsrichtergespann

Hertha BSC Blog – Berlin Fußball Bundesliga

Wieder deftige Niederlage gegen Angstgegner RB Leipzig

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Hertha BSC verlor sein Heimspiel gegen RB Leipzig mit 2:4 und steckt nun mitten im Abstiegskampf. Sollten die Berliner sich im folgenden Auswärtsspiel beim FC Augsburg auch eine Packung abholen, könnte es das Aus für Hertha-Trainer Ante Covic bedeuten. Denn nur 11 Punkte aus 11 Spielen sind absolut zu wenig, um sich im Mittelfeld der Liga halten zu können. So langsam geht es nicht mehr nur um das Gewinnen von Prestigeduellen und imaginären Stadtmeisterschaften, sondern ums nackte Überleben in der Bundesliga. Sollte der Schalter nicht schnellstens umgelegt werden, spielt die Mannschaft bis zum Saisonende dauerhaft Abstiegskampf. Es scheint zwar so zu sein, dass die Konkurrenz im Klassenkampf aus Paderborn, Köln, Mainz, Augsburg, Bremen, Düsseldorf und Köpenick im Spielerkader schlechter besetzt ist. Aber im Abstiegskampf sind zusätzliche Qualitäten gefordert, die die Herthaner aktuell nicht auf den Rasen bringen. Und ist die Verunsicherung erst einmal groß, wird es wohl weitere blöde Elfmeter regnen und womöglich kommen dann noch erschwerend einige rote Karten hinzu. Denn auch die Schiedsrichter machen es der Hertha in dieser Saison nicht gerade leicht.

Mit einer imposanten Choreografie vor dem Anpfiff erinnerte Hertha BSC an den Mauerfall vor 30 Jahren.
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Satter Fernschusstreffer von Maximilian Mittelstädt

Ganz im Gegensatz zu den meisten Partien dieser Saison gingen die Herthaner in der 32. Spielminute mit 1:0 in Führung. Die Leipziger schauten ziemlich dumm aus der Wäsche, als Maximilian Mittelstädt unvermittelt kraftvoll aus der Distanz abzog und dem Gäste-Keeper Gulacsi keine Chance zur Abwehr ließ. Darauf hatte das Trainerteam um Julian Nagelsmann seine Abwehr nicht eingestellt. Aber auch alle Hertha-Fans durften darüber staunen, dass Linksfuß Mittelstädt auch mit rechts so zuschlagen kann. Schade nur, dass die Freude nur 6 Minuten hielt. Karim Rekik bekam den Ball im Strafraum aus kurzer Distanz an die Hand und der Schiedsrichter Sören Storks entschied nach Videobeweis auf Elfmeter. Kaum war der Elfmeter versenkt, kamen die Leipziger ins Rollen.

Mit einem herrlichen Weitschusstor aus 21 Metern brachte Maximilian Mittelstädt Hertha mit 1:0 in führung.
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Endlich durfte Davie Selke wieder jubeln

Als das Spiel entschieden war, Hertha lag mittlerweile schon mit 1:4 zurück, setzte Davie Selke den Schlusspunkt mit einem Tor, welches ihm hoffentlich Selbstvertrauen schenken wird. Viel zu lange hatte Herthas Torjäger auf einen eigenen Treffer warten müssen. In der laufenden Saison konnte Davie Selke nie richtig fußfassen. Das Überangebot im Hertha-Kader an qualitativ hochwertigen Offensiv-Kräften könnte ein Grund sein. Aber wenn es insgesamt in der Mannschaft nicht läuft, sind Mittelstürmer zumeist in der undankbaren Lage, wenige bis gar keine guten Zuspiele zu bekommen. Leider hat man als Zuschauer den Eindruck, dass in der Vorbereitungsphase auf die Saison kein gut funktionierendes Spielsystem entwickelt wurde. Deshalb ist auch die Beurteilung einzelner Spieler schnell zu hart.

Herthas Davie Selke traf zum 2:4 in der Nachspielzeit.
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Schiedsrichter Sören Storks

Ticker. Hertha BSC – RB Leipzig – 2:4 (1:2). Vor 48.532 Zuschauern im Berliner Olympiastadion kassierten die Berliner die 3. Niederlage in Reihenfolge. Eine klar bessere Mannschaft aus Leipzig ließ den Herthaner wie schon so oft keine Siegchance. Aber auch der schwache Schiedsrichter Sören Storks und sein Schiedsrichtergespann hatten ihren Anteil an Herthas Chancenlosigkeit. Den Handelfmeter gegen Hertha konnte man bei aktueller Regelauslegung sicherlich geben. Aber warum der Leipziger Ilsanker nach einem heftigen Foulspiel nicht gelbrot sah, war schon überraschend. Ein Spieler wie Herthas Kapitän Vedad Ibisevic wäre bei gleicher Sachlage wohl sofort vom Platz geflogen. Und warum Schiedsrichter Sören Storks ein Foul im Strafraum an Niklas Stark mit Nasenbeinbruch als normalen Zweikampf wertete, kann nur verwundern. Zwei Entscheidungen gegen Hertha, die das Spiel stark beeinflussten. Den Herthanern Maximilian Mittelstädt und Vladimir Darida zeigte Storks gelbe Karten. Die Tore für Hertha BSC erzielten Maximilian Mittelstädt in der 32. mit einem satten Weitschuss aus 21 Metern sowie Davie Selke in der 92. aus dem Gewühl. Die Tore für RB Leipzig erzielten 2x Werner in der 38. und 91. sowie Sabitzer in der 45. und Kampl in der 86. Spielminute. Herthas Spieler mit der größten Laufdistanz: Dauerläufer Vladimir Darida mit 12,64 gemessenen Kilometern. Insgesamt liefen alle Herthaner zusammen 112 Kilometer. Die Leipziger dagegen brachten es auf 118 Kilometer.

Hertha BSC gegen RB Leipzig
Hertha-Mannschaftsaufstellung und Einwechselspieler:

Hertha-Spiele Fußball-Historie

Ältere Spielberichte, Informationen und Meinungen zu Begegnungen beider Mannschaften vom Schiedsrichtergespann:
01. April 2019 – Hilflos – RB Leipzig – Hertha BSC – 5:0
05. November 2018 – Packung – Hertha BSC – RB Leipzig – 0:3
14. Mai 2018 – Scheunentor-Modus – Hertha BSC – RB Leipzig – 2:6
19. Dezember 2017 – Hinrunden-Endspurt – RB Leipzig – Hertha BSC – 2:3
09. Mai 2017 – Hertharückrundenmurmeltiermodus – Hertha BSC – RB Leipzig – 1:4
19. Dezember 2016 – Klassenfeind – RB Leipzig – Hertha BSC – 2:0

Mit einem Nasenbeinbruch musste Hertha-Kapitän Niklas Stark verletzt ausgewechselt werden.
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Hertha BSC RB Leipzig Ergebnisse 1. Bundesliga
1. Bundesliga 11. Spieltag:

Hertha BSC RB Leipzig Tabelle 1. Bundesliga
1. Bundesliga 11. Spieltag:

Pressekonferenz mit den Trainern Ante Covic und Julian Nagelsmann
Hertha BSC – RB Leipzig – 1:2 (2:4)
HerthaTV, der offizielle YouTube-Kanal von Hertha BSC

Bundesliga bei Bild, der offizielle YouTube-Kanal von Bild
Hertha BSC – RB Leipzig – 1:2 (2:4)

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