Mit einer soliden Abwehrleistung erarbeitete sich Hertha BSC bei dem favorisierten Team von Bayer 04 Leverkusen ein 0:0 Unentschieden. Nicht schön anzuschauen war es, aber eminent wichtig für das Selbstvertrauen. Nach dem Offenbarungseid gegen Dortmund, als man in Halbzeit 2 gleich 5 Gegentore schlucken musste, hatte Hertha-Trainer Bruno Labbadia das einzig Richtige getan. Beton anrühren und weitersehen. Nicht auszudenken, die Berliner hätten auch in Leverkusen die Hütte voll bekommen und wären dann völlig verunsichert am kommenden Spieltag ins Derby gegen die formstarke Mannschaft von Union Berlin getaumelt. So kann man darauf hoffen, dass die Mannschaft das Berlin-Derby mit genügend Selbstvertrauen angeht und im besten Fall sogar einen Sieg einfährt. Verkehrte Welt: Union steht nach 9 Spieltagen und 16 Punkten genau da, wo Hertha BSC stehen wollte, sollte, müsste, wenn man sich ausschließlich an Spieler-Transfer-Werten orientieren würde. Nämlich auf dem 6. Tabellenplatz der Bundesliga. Nun stehen aber die Herthaner mit 8 Punkten aus 9 Spielen auf Platz 13 und damit mitten drin im Krisen- und Abstiegsszenario, welches man vor der Saison eher für die Unioner prognostiziert hätte. Glückwunsch an Union.
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Herthas Dedryck Boyata in Aktion. Mit seiner Körpergröße und den langen Beinen ist er nicht nur beim Luftkampf sondern auch beim Grätschen am Boden eine schier unüberwindliche Hürde.
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1. Dezember 2020
von Linienrichter
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