Hertha BSC besiegte den 1. FC Kaiserslautern auf dem gefürchteten Betzenberg mit 3:0. Die Partie begann äußerst kampfbetont. Die Spieler beider Mannschaften gingen mit höchster Intensität in die Zweikämpfe. Und das Schiedsrichtergespann tat das Seinige für ein spannendes Spiel, indem sie viele haarige Situationen im Zweifel eher laufen ließen, als permanent zu unterbrechen. In Folge sahen die Zuschauer ein Feuerwerk an Angriffsaktionen. Die Lauterer hätten Tore erzielen können und die Berliner hätten sogar noch mehr als die 3 Tore (Doppelpack Sebastian Grönning und Kopfballtor Oluwaseun Adewumi) erzielen können. Aus Berliner Sicht war es ein fantastisches Fußballspiel. Wenn die Hertha-Mannschaft diese Intensität, diese Spielfreude und die Zweikampfbereitschaft dieser Partie auf dem Betzenberg auch am kommenden Wochenende im Berliner Olympiastadion auf den Rasen bekommt, sollte auch der Bundesligaabsteiger VfL Wolfsburg zu knacken sein. Und so wie die Hertha sich aktuell präsentiert, ist diese Partie ein 6-Punkte-Spiel um den direkten Aufstieg in die 1. Bundesliga. Bei einem Heimsieg hätten die Blau-Weißen dann schon satte 12 Punkte Vorsprung auf die Wolfsburger. Erinnerung: Vor knapp einem Jahr besiegte Hertha BSC zum Ende einer ebenfalls bemerkenswerten Erfolgsserie den 1. FC Kaiserslautern im Pokal berauschend mit 6:1. Im Anschluss kam dann aber leider über einen längeren Zeitraum die Mega-Flaute und Hertha verlor den Anschluss an die Tabellenspitze.
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Doppelpack Sebastian Grönning
Endlich platzte der Knoten und die Freude war entsprechend riesig. Richtig lange musste Hertha-Mittelstürmer Sebastian Grönning auf den Augenblick warten, ein Tor für seine Mannschaft zu erzielen. Und dann gleich zwei. Der Doppelpack von Sebastian Grönning auf dem Betzenberg brachte die Entscheidung und zementierte die Tabellenführung. Beide Treffer ähnelten sich stark. Der Däne positionierte sich goldrichtig im Fünfmeterraum, wurde dort perfekt bedient und schob die Kugel konsequent über die Linie. Bei beiden Toren sah es nicht so aus, als ob die extrem trockene 9-Spiele-torlos Durststrecke das Selbstvertrauen des Dänen irgendwie angeknackst hätte, ganz im Gegenteil.
Außenverteidiger Mads Pedersen mit Vorwärtsdrang
Der Sommertransfer Mads Pedersen entwickelt sich Woche zu Woche immer mehr zu einem absoluten Glücksgriff. Da hat Herthas Scouting-Abteilung hervorragende Arbeit geleistet. Leider gehört der Däne Mads Pedersen zu den Hertha-Spielern, deren Vertrag im Sommer 2027 ausläuft. Aktuell ist Pedersen für Hertha-Trainer Stefan Leitl der perfekte Baustein auf dem linken Flügel. Der Däne darf extrem offensiv agieren und nutzt diese ihm gewährte Freiheit durch bemerkenswerte Dribblings, platzierte Torschüsse und brandgefährliche Flankenschläge. In Kaiserslautern wurde er als Außenverteidiger so durch zwei Torvorlagen sogar zum Man of the Match. Pedersens Spielfreude und fußballerische Qualität tut seinen Mitspielern sehr gut, indem er immer wieder Räume öffnet und überraschende Spielsituationen kreiert. Zusammen mit Hertha-Kapitän Josip Brekalo verleiht Pedersen Herthas linkem Flügel eine Wucht, die in der 2. Bundesliga aktuell absolut zum Besten gehört.
Kopfballtor von Oluwaseun Adewumi
Der Spielzug zum Kopfballtor von Oluwaseun Adewumi hatte etwas Traumhaftes. Mads Pedersen eroberte den Ball Höhe Mittelkreis. Mit viel Tempo startete er von dort zu einem sensationellen Dribbling über den halben Platz bis hin zur Torauslinie. Dort ließ er einen weiteren Kaiserslauterer Abwehrspieler richtig schlecht aussehen und lupfte als Höhepunkt den Ball über Keeper Krahl zum in Stellung gelaufenen Oluwaseun Adewumi. Und Adewumi ließ sich diese Toptorchance nicht nehmen und köpfte den Ball zum 3:0 sicher ins Netz. Die Partie war entschieden. Hertha hatte den defensiv so überragenden Pfälzern glatt 3 Tore eingeschenkt. In den neun Partien zuvor hatte der 1. FC Kaiserslautern sage und schreibe nur 4 Gegentore zugelassen.
Schiedsrichter Felix Bickel
Ticker. 1. FC Kaiserslautern – Hertha BSC – 0:3 (0:1). 49.327 Zuschauer sahen im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion eine spannende Partie auf höchstem Zweitliga-Niveau, die mit einem Hertha-Sieg endete. Schiedsrichter Felix Bickel und sein Schiedsrichtergespann leiteten das Spiel über weite Strecken sehr offen, ließen deshalb aber einige Fouls ungeahndet. Den Herthanern Kevin Sessa und Linus Gechter zeigte Bickel die gelbe Karte. Die Tore für Hertha BSC markierten Sebastian Grönning mit Doppelpack in der 17., und 52. sowie Oluwaseun Adewumi mit Kopfballtor in der 59. Spielminute nach sensationeller Vorarbeit von Mads Petersen. Herthas Spieler mit der größten Laufdistanz: Paul Seguin mit 12,2 gemessenen Kilometern. Oluwaseun Adewumi war mit 34,32 km/h schnellster Spieler von Hertha BSC. Oluwaseun Adewumi gewann 9 Zweikämpfe. Und alle Herthaner zusammen liefen insgesamt 119,21 zu 119 Kilometern der Spieler vom 1. FC Kaiserslautern.
Hertha BSC gegen 1. FC Kaiserslautern
Hertha-Mannschaftsaufstellung, Einwechselspieler und Reservebank:


2. Bundesliga 10. Spieltag:


2. Bundesliga 10. Spieltag:

Pressekonferenz mit den Trainern Stefan Leitl und Torsten Lieberknecht.
HerthaTV, der offizielle YouTube-Kanal von Hertha BSC
1. FC Kaiserslautern – Hertha BSC – 0:3 (0:1)
Sportstudio Fußball, der offizielle YouTube-Kanal vom ZDF Sportstudio.
1. FC Kaiserslautern – Hertha BSC – 0:3 (0:1)