Schiedsrichtergespann

Hertha BSC Blog – Berlin Fußball Bundesliga

Das Millionending

Es gibt viele Gründe und einige Schuldige wenn Hertha im Sommer den Weg in die 2. Bundesliga antritt. Nach dem torlosen Unentschieden der Berliner im Heimspiel gegen Borussia Dortmund ist nun ein potentiell weiterer Schuldiger auf der Liste – Schiedsrichter Lutz Wagner. Muss nun auch Wagner einen Teil der Verantwortung übernehmen für das Millionending – Herthas Abstieg?

Schlitzohr Theofanis Gekas

Bei den endlos abgespielten TV-Wiederholungen des Abseitstores wurde eines überdeutlich, Theofanis Gekas ist ein Schlitzohr. Jede Zeitlupeneinstellung mehr verfestigt den Eindruck, dass der Grieche die Spielsituation nicht nur blitzschnell antizipieren konnte, sondern dass er geradezu schon bevor sich Santana bewusst zur fatalen Kopfballrückgabe zu Roman Weidenfeller entschied, dessen gleich erfolgende Fehlentscheidung erfasste. Sehr schade, dass unsere Hertha auf diese Gekassche Form der Schlitzohrigkeit in der 2. Bundesliga wohl verzichten muss.

Abseitsentscheidung falsch

Was die TV-Wiederholungen dieser entscheidenden Spielszene auch verdeutlichten, kein Dortmunder Spieler spürte einen Regelverstoß. Wo doch sonst schon der kleinste Anlass genügt, den Arm oder gleich beide Arme wild und entschlossen hochzureißen, um vehement zu protestieren und einen Regelverstoß zu reklamieren, ergaben sich die Borussen sofort ihrem Schicksal eines selten dämlichen Gegentreffers. Im ganzen Olympiastadion hatte eigentlich nur eine Person, Schiedsrichter Lutz Wagner, etwas anderes gesehen.

Passives Abseits – neue Spielsituation

Die Abseitsregel „Passives Abseits“ führt fast nach jeden Spieltag zu angeregten Diskussionen. Mal hampelt ein im „Passiven Abseits“ stehender Spieler klar beeinflussend vor dem Torwart herum und es wird nicht gepfiffen. Ein andermal wird ein passiver Spieler fälschlich zu einem aktiven gemacht und der Schiedsrichter pfeift ab. Für viel Diskussionsstoff in diesem Zusammenhang sorgt auch immer wieder die Definition einer „Neuen Spielsituation“, die Hertha nun gegen die Dortmunder zum Verhängnis wurde.

Schiedsrichter-Lehrwart Eugen Striegel

Laut Auskunft des Schiedsrichter-Lehrwarts des DFB, Eugen Striegel, hat Schiedsrichter Lutz Wagner mit seiner Abseitsentscheidung gegen Hertha klar falsch gelegen. Die Kopfballrückgabe des Dortmunders Felipe Santana entsprach einer neuen Spielsituation. Das Kopfballtor von Theofanis Gekas wäre damit eindeutig regelkonform gewesen. Gekas stand zwar kurz zuvor knapp im Abseits, griff aber zu diesem Zeitpunkt nicht aktiv in die Spielsituation ein. Fatal an der ganzen Geschichte war zudem, dass sich das Schiedsrichtergespann noch kurz beriet, bevor Lutz Wagner die für Hertha folgenschwere Fehlentscheidung traf.

Schiedsrichter Lutz Wagner

Ticker. Hertha BSC – Borussia Dortmund – 0:0 (0:0). Vor 60.441 Zuschauern im Berliner Olympiastadion sorgte Schiedsrichter Lutz Wagner durch eine krasse Fehlentscheidung für viel Aufregung. Den Dortmunder Spielern Kehl, Blaszczykowski und Hajnal zeigte er jeweils die Gelbe Karte. Erstaunlicherweise bekam trotz Abstiegskampf kein Berliner eine Verwarnung.

Hertha-Spiele Fußball-Historie

Ältere Spielberichte, Informationen und Meinungen zu Begegnungen beider Mannschaften vom Schiedsrichtergespann:

30. Oktober 2009 – Borussia Dortmund – Hertha BSC – 2:0
04. April 2009 – Hertha BSC – Borussia Dortmund – 1:3
26. Oktober 2008 – Borussia Dortmund – Hertha BSC – 1:1

Ergebnisse BundesligaBundesliga-Ergebnisse 28. Spieltag:

passives Abseits Schiedsrichter-Lehrwart Eugen Striegel

Tabelle BundesligaBundesliga-Tabelle 28. Spieltag:

passives Abseits neue Spielsituation Hertha Dortmund

2 Kommentare

  1. Das passive Abseits sollte dringend wieder abgeschafft werden, ausschlaggebend für die Abseitsstellung ist der Moment der Ballabgabe, wenn da wer im Abseits steht, ist es für die Verteidiger immer irritierend weil der Stürmer erst durch Ballkontakt eine Abseitsstellung vollendet, selbst wenn er zum Ball geht aber seinem Kollegen, der bei Ballabgabe nicht abseits gestanden hat, den Ball überlässt, war das Abseits passiv.
    Fußball braucht einfache und vorallem klare Regeln, die nicht erst eine ausgiebige Disskusionsrunde erfordert, um zu einem brauchbaren Ergebnis zu kommen und auf keinen Fall die Schiedsrichtergespanne überfordern dürfen durch die unendlichen Weiten des Ermessensspielraums.
    Schiedsrichter Lutz Wagner hatte übrigens gar nichts gesehen und erst seinen Linienrichter befragt, der die Abseitsstellung erkannt und die Fahne gehoben hatte.
    Abseitsstehen kann ich mit Schlitzohrigkeit auch in keinen Zusammenhang bringen.

  2. Wenn ich mir einen Stürmer für die Hertha wünschen dürfte, würde Marko Pantelic ab sofort wieder für Berlin auf Torejagd gehen. Theofanis Gekas hat aber auch seine Qualität. 6 Tore in 11 Spielen ist eine sehr ordentliche Quote. Die vielen Abseitsstellungen nerven zwar ein wenig, aber das Team stellt sich immer besser auf seine Laufwege ein. Absolut kein Vergleich mit der voll daneben gegangenen Verpflichtung von Artur Wichniarek. Bei diesem Sommer-Transfer hat Preetz wahrlich kein gutes Händchen bewiesen.