Ich hatte mit dem Schlimmsten gerechnet, ich hatte mir vom “Ticket des Grauens” im besten Fall Gruseln und den finalen Thrill bis nach dem Abpfiff versprochen, wenn der VfB dem FCB den Ausgleich in der Nachspielzeit verpasst und Hertha damit zum Meister gemacht hätte.

Kein Verlass auf Bildergebnisdienst

Das Wildparkstadion wäre dafür wahrscheinlich der am wenigsten geeignete Ort gewesen, ich habe heute morgen erst in der Zeitung gelesen, dass der HSV die Euro League durch ein Tor in der Nachspielzeit erreicht hat, im Stadion war einige Minuten nach Spielschluss vom “Bildergebnisdienst” 2:2 eingeblendet worden, so dass ich mit der Gewissheit gegangen bin, dass der HSV Alles noch verspielt hatte.
Wenn Hertha noch was zu gewinnen gehabt hätte, wäre sicher über Radio oder Handy die herbeigesehnte Nachricht zeitnah über die Fankurve hereingeschwappt und hätte die Luft rausgelassen oder das Fass zum Überkochen gebracht.

Blütenträume Champions League

Soweit die Wunschvorstellungen und “wenn” und “hätte”, die duftigsten Blütenträume waren schon verwelkt, das Erreichen der Champions League Qualifikation sah aber noch ganz stark nach angenehmer Pflicht aus.
Als Spielbericht kann vermeldet werden, dass das Wetter sehr schön war, und man besser in die Badeanstalt gegangen wäre.

Paralyse gegen Schockstarre

Paralyse gegen Schockstarre, wie von mir auch befürchtet, darf auf Seiten von Hertha ebenfalls vermeldet werden und zwar Angriff gegen Verteidigung sowie rechte gegen linke Außenbahn.
Nach einer halben Stunde des Abtastens, in der Hertha die größeren Spielanteile hatte, aber ausgesprochen ineffizient blieb, wurden die Angriffe des KSC, der in der Gewissheit spielte: “Du hast keine Chance, aber nutze sie!” (H. Achternbusch), über seine rechte Seite förmlich durchgewinkt und die zweite Großchance endlich eingestolpert.

Herthaabwehr - Sonnenbaden und Urlaubsbeginn

Die Organisation der Herthaabwehr löste sich in Sonnenbaden auf, die ganze Mannschaft schien den Urlaubsbeginn schon mal etwas vorzuziehen. Das zweite Tor des KSC vor der Pause war schon fast Formsache. Als Kacar kurz nach der Halbzeit eine totsichere auch nicht verwandeln konnte, war man ausgesprochen versucht aus der Sonne zu gehen. Der Respekt für die Saisonleistung und die Verabschiedung unserer Götter und Heroen (Pante, Voronin und Joe) hielt einen aber bis nach dem erlösenden Schlusspfiff in der Kurve.

Frustrationspotenzial ausgeschöpft

Das volle Frustrationspotenzial wurde auf beiden Seiten bis zur allerletzten Neige ausgeschöpft. Der Start in die neue Saison, die mit der Champions League Qualifikation gleich einen echten Kracher geboten hätte, hat jetzt als Attraktion das Ausweichen ins Leipziger Zentralstadion.

Gute Fahrt!

 

Ergebnisse BundesligaBundesliga-Ergebnisse 34. Spieltag:

 

VfL Wolfsburg

 - 

Werder Bremen

5:1 (3:1)

Eintracht Frankfurt

 - 

Hamburger SV

2:3 (0:1)

Bayern München

 - 

VfB Stuttgart

2:1 (1:0)

Energie Cottbus

 - 

Bayer Leverkusen

3:0 (0:0)

Arminia Bielefeld

 - 

Hannover 96

2:2 (1:0)

Karlsruher SC

 - 

Hertha BSC

4:0 (2:0)

1. FC Köln

 - 

VfL Bochum

1:1 (1:1)

Borussia M’gladbach

 - 

Borussia Dortmund

1:1 (0:0)

FC Schalke 04

 - 

1899 Hoffenheim

2:3 (2:1)

 

TabelleBundesliga-Tabelle 34. Spieltag:

 

1

VfL Wolfsburg

34

21

6

7

80:41

69

2

Bayern München

34

20

7

7

71:42

67

3

VfB Stuttgart

34

19

7

8

63:43

64

4

Hertha BSC

34

19

6

9

48:41

63

5

Hamburger SV

34

19

4

11

49:47

61

6

Borussia Dortmund

34

15

14

5

60:37

59

7

1899 Hoffenheim

34

15

10

9

63:49

55

8

FC Schalke 04

34

14

8

12

47:35

50

9

Bayer Leverkusen

34

14

7

13

59:46

49

10

Werder Bremen

34

12

9

13

64:50

45

11

Hannover 96

34

10

10

14

49:69

40

12

1. FC Köln

34

11

6

17

35:50

39

13

Eintracht Frankfurt

34

8

9

17

39:60

33

14

VfL Bochum

34

7

11

16

39:55

32

15

Borussia M’gladbach

34

8

7

19

39:62

31

16

Energie Cottbus

34

8

6

20

30:57

30

17

Karlsruher SC

34

8

5

21

30:54

29

18

Arminia Bielefeld

34

4

16

14

29:56

28

-