Schiedsrichtergespann

Hertha BSC Blog – Berlin Fußball Bundesliga

Hertha BSC – Rumpftruppe auf dem Zahnfleisch

Zum Abschluss der Hinrunde wurde Hertha BSC von der TSG 1899 Hoffenheim so richtig vorgeführt. 0:5 hieß es nach 90 Spielminuten im eigenen Stadion. An diesem Total-Debakel haben nicht nur die Hertha-Fans zu fressen. Insbesondere für Trainer Jos Luhukay und Manager Michael Preetz werden die Weihnachtsfeiertage so gar nicht beschaulich, sondern nervenaufreibend sein. Denn Hertha BSC steht nach 17 Spieltagen mit dem Rücken zur Wand und mindestens mit einem Bein im berüchtigten Fahrstuhl zur Unterklassigkeit. Deshalb müssen jetzt dringlichst die richtigen Stellschrauben gefunden werden. Sollte die Mannschaft am 1. Februar zum Auftakt der Rückrunde beim direkten Abstiegskonkurrenten Werder Bremen einen ähnlich desaströsen Auftritt abliefern, wie gegen Hoffenheim, stehen Trainer und Manager im Zentrum einer Mega-Krise.
Das Eigentor von Innenverteidiger John Anthony Brooks leitete die Hertha-Niederlage ein.
Foto: Getty Images

Dezember 2014 - Spielergebnis - TSG 1899 Hoffenheim - Hertha BSC - 0:5

Eigentor-Albtraum für John Anthony Brooks

Nachdem Innenverteidiger John Anthony Brooks in den letzten Spielen oft zu den besten seiner Mannschaft zählte, erwischte er gegen 1899 Hoffenheim einen rabenschwarzen Nachmittag. Der Albtraum für ihn und sein Team begann, als er ein blödes Eigentor fabrizierte. Eine scharf vors Tor getretene Flanke von Volland, verlängerte Brooks relativ unbedrängt in die Maschen des eigenen Kastens zum 0:1. Und wäre dieses nicht schon Unglück genug, agierte Brooks nur drei Minuten später bei einem Zweikampf im Strafraum mit dem Hoffenheimer Schipplock fahrlässig. Nachdem Brooks der Ball versprang, setzte er ungeschickt nach, traf dabei den Hoffenheimer Stürmer mit dem Fuß am Oberschenkel, welcher dieses Geschenk dankend annehmend zu Boden stürzte und sich beim Wälzen das Schienbein hielt, als ob er richtig schwer getroffen worden war. Den Strafstoß verwandelte der Ex-Herthaner Sejad Salihovic sicher zum 0:2.
Der Ex-Herthaner Sejad Salihovic verwandelte zwei Elfmeter innerhalb von 13 Minuten.
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Rumpftruppe auf dem Zahnfleisch

Ohne die aktuell wichtigen Stammspieler Per Skjelbred und Roy Beerens war Hertha BSC gegen 1899 Hoffenheim nicht in der Lage, das Unheil auch nur durch irgendeine Gegenwehr zu verhindern. Spätestens beim Zwei-Tore-Rückstand nach 26 Spielminuten hatte man als Zuschauer das ungute Gefühl, das Spiel ist jetzt verloren. Denn Herthas Spielsystem, zuvorderst auf Torverhinderung ausgelegt, scheint sich bei Bedarf nur mühsam auf Offensive umstellen zu lassen. Trifft man dann auf eine spielstärkere Mannschaft wie die TSG, ist gleich ganz vorbei. Trainer Jos Luhukay fehlen die Alternativen. Durch die vielen Verletzungen und die nicht integrierten (oder integrierbaren? – Kalou – Stocker – Heitinga) Neuverpflichtungen ging Herthas Rumpftruppe gegen Hoffenheim merklich auf dem Zahnfleisch. Überhaupt fiel auf, dass in Herthas Startaufstellung gleich neun Spieler standen, die den Erstligaaufstieg vor anderthalb Jahren mit Bravour erreicht hatten. Nur Mittelstürmer Julian Schieber und Aushilfs-Innenverteidiger Jens Hegeler gehörten nicht zum damaligen Zweitligakader.
Peter Niemeyer, Jens Hegeler, Valentin Stocker und Marcel Ndjeng können in den Weihnachtsferien endlich Kraft tanken.
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Fazit Hertha-Hinrunde

Das vorgegebene Saisonziel, Hertha in der Bundesliga zu etablieren, ist den Verantwortlichen Jos Luhukay und Michael Preetz nicht gelungen. Nur drei Punkte Abstand zu den direkten Abstiegsplätzen 17 und 18 heißt, Hertha steckt wieder ganz tief im Abstiegskampf. Hoffentlich gelingt es Luhukay und Preetz, die richtigen Schlüsse aus der verkorksten Hinrunde zu ziehen. Sicher scheint dieses aber leider nicht. Denn die von der Hertha-Führung im Sommer als Heilsbringer auserkorenen und für viel Geld verpflichteten Spieler, die sogenannten Königstransfers Valentin Stocker und Salomon Kalou, sitzen, obwohl unverletzt, nur auf der Bank, respektive auf der Tribüne (John Heitinga). Um den Abstieg nicht Wirklichkeit werden zu lassen, sollte vielleicht über Verstärkungen nachgedacht werden. Auch wenn sich die Stimmung in der Mannschaft durch zusätzliche Konkurrenz möglicherweise unangenehm verschärft. Als Beispiel dient hier Stareinkauf Salomon Kalou. Dieser hatte ja seiner schlechten Stimmung unter der Woche bereits freien Lauf gelassen und sich öffentlich über seine Nichtberücksichtigung beschwert. Am besten wäre es sicher, wenn Jos Luhukay den schon vorhandenen großen Kader zu einer derart verschworenen Truppe schmiedet, dass diese dann im neuen Jahr spielerisch inspirierter und kämpferisch geschlossen in den Abstiegskampf zieht.
Der schwache Schiedsrichter Peter Sippel hatte seinen Anteil am Hertha-Debakel.
Foto: Getty Images

Schiedsrichter Peter Sippel

Ticker. Hertha BSC – TSG 1899 Hoffenheim – 0:5 (0:3). 39.604 Zuschauer sahen im Berliner Olympiastadion eine Hertha-Mannschaft, die sich langsam aber sicher zum Abstiegsfavoriten Nummer 1 entwickelt. Nach sagenhaften neun Gegentoren in zwei Spielen leuchten alle Warnlampen in grellstem Rot. Sicher lag es auch an den Fehlentscheidungen des schwachen Schiedsrichters Peter Sippel und seines Schiedsrichtergespanns, dass die Blau-Weißen so deutlich untergingen. In kurzer Zeit zwei fragwürdige Elfmeterentscheidungen hatte Hertha hinzunehmen. Und dann noch das Eigentor von John Anthony Brooks. Da braucht es schon ein gut motiviertes, bestens eingespieltes Team, um unter diesen widrigen Vorgaben in eine schwierige Partie zurückzufinden. Aber davon sind die Blau-Weißen meilenweit entfernt. Ihnen fehlt es aktuell an funktionierender Struktur, um ein Spiel so zu drehen, wie es die berauschten Frankfurter noch unter der Woche gegen Hertha zelebrierten. Den Blau-Weißen Hosogai, Stocker und Ben-Hatira zeigte Sippel jeweils die Gelbe Karte. Die Tore für die TSG 1899 Hoffenheim erzielten Brooks per Eigentor in der 23., 2x Salihovic per Elfmeter in der 26. und 32., Schipplock in der 74. und Rudy in der 84. Spielminute. Herthas Spieler mit der größten Laufdistanz: Dauerläufer Peter Niemeyer mit 11,17 gemessenen Kilometern.

Hertha BSC gegen TSG 1899 Hoffenheim
Hertha-Mannschaftsaufstellung und Einwechselspieler:
Dezember 2014 - Mannschaftsaufstellung Hertha BSC - TSG 1899 Hoffenheim

Hertha-Spiele Fußball-Historie

Ältere Spielberichte, Informationen und Meinungen zu Begegnungen beider Mannschaften vom Schiedsrichtergespann:

07. April 2014 – Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 1:1
11. November 2013 – 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 2:3
07. Mai 2012 – Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 3:1
17. Dezember 2011 – 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 1:1
27. Februar 2010 – Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 0:2
27. September 2009 – 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 5:1
24. April 2009 – 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 0:1
09. November 2008 – Hertha BSC – 1899 Hoffenheim – 1:0

Hertha BSC TSG 1899 Hoffenheim Ergebnisse 1. Bundesliga
1. Bundesliga 17. Spieltag:

Rumpftruppe auf dem Zahnfleisch Hertha BSC TSG 1899 Hoffenheim

Hertha BSC TSG 1899 Hoffenheim Tabelle 1. Bundesliga
1. Bundesliga 17. Spieltag:

Albtraum John Anthony Brooks Hertha BSC TSG 1899 Hoffenheim

Pressekonferenz mit den Trainern Jos Luhukay und Markus Gisdol
Hertha BSC – TSG 1899 Hoffenheim
HerthaTV, der offizielle YouTube-Kanal von Hertha BSC

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