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Hertha begeistert beim Geisterspiel in Hoffenheim

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Mit 3:0 besiegte Hertha BSC auswärts die TSG 1899 Hoffenheim und legte damit gleich im 1. Spiel unter dem neuen Trainer Bruno Labbadia den Grundstein für einen erfolgreichen Klassenerhalt. Bei aktuell nun 8 Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz und nur noch 8 ausstehenden Spielen müsste schon ein kleines Wunder geschehen, dass die Berliner am Ende der Saison in die 2. Liga absteigen müssten. Aber in Zeiten der Corona-Seuche ist leider vieles möglich, auch das Undenkbare. Sportlich ist die Mannschaft jedenfalls bestens aus der langen Corona-Pause gestartet. Die Hertha-Spieler waren über 90 Spielminuten engagiert, giftig, spielfreudig und dabei immer gut organisiert. Es gab keinen Zweifel, die Berliner wollten unbedingt in Hoffenheim gewinnen.
TSG 1899 Hoffenheim - Hertha BSC - 0:3 (0:0) - Spielergebnis - Mai 2020
Kaum zu glauben, aber Vedad Ibisevic war Herthas Antreiber und Sieggarant in Hoffenheim. Sein herrliches Kopfballtor zum 2:0 nach Flanke von Maximilian Mittelstädt bedeutete die Vorentscheidung.
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Kopfballtor Vedad Ibisevic

Hertha-Kapitän Vedad Ibisevic führte seine Mannschaft in Hoffenheim zum Sieg. Lange Spielpause – neuer Trainer. Mit sehr großer Spannung erwarteten die Hertha-Fans die Aufstellung für das Hoffenheim-Spiel. Und die Aufstellung von Bruno Labbadia bot eindeutig Überraschungspotenzial. Insbesondere die Nominierung von Vedad Ibisevic hatten die wenigsten auf dem Zettel. Läuft doch der Vertrag des bald 36-jährigen Haudegens im Sommer aus. Aber die Entscheidung für Ibisevic war goldrichtig. Als Zielspieler immer anspielbar und extrem zweikampfstark puschte er sein Team und vollendete in der 60. Spielminute eine Maßflanke von Maximilian Mittelstädt per Kopf perfekt zur 2:0 Führung. Die Vorentscheidung. Bis zur 1:0 Führung kurz zuvor durch den Glückstreffer von Peter Pekarik (sein Vertrag läuft ebenfalls im Sommer aus) in der 58. Spielminute hatten die Berliner sich zwar ein leichtes Übergewicht erarbeitet, aber die Hoffenheimer erspielten sich ebenfalls sehr gute Torchancen, die sie allerdings kläglich vergaben oder am bestens aufgelegten Hertha-Torhüter Rune Jarstein scheiterten. Vollends entschieden war die Partie dann nach dem Treffer in der 74. Minute zum 3:0 durch Matheus Cunha. Ein Zauberstück! An der Eckfahne tänzelte Cunha seinen Gegenspieler aus, stürmte dann an der Grundlinie entlang unbedrängt Richtung Hoffenheimer Kasten und nagelte den Ball dann aus kurzer Distanz aus spitzem Winkel ins Gehäuse. Einfach zum Zungeschnalzen.

Nach dem Zaubertor von Matheus Cunha zum 3:0 hatten die Hertha-Spieler allen Grund zum Jubeln.
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Viele Hertha-Trainer nun Bruno Labbadia

Alles deutet darauf hin, dass Hertha nach dem im letzten Sommer entlassenen Erfolgscoach Pal Dardai mit Bruno Labbadia endlich wieder einen erstklassigen Trainer auf der Bank sitzen hat. Warum nicht gleich so fragt man sich da als Laie? Dem sympathischen Trainer Ante Covic, der mit Hertha-DNA im Sommer 2019 auf Dardai folgte, fehlte sicher ein wenig das Glück. Aber er schien auch überfordert. Dem Ende November 2019 zwingend auf Ante Covic folgenden Trainergespann – Jürgen Klinsmann mit Co-Trainer Alexander Nouri – gelangen mit Steinzeit-Mauertaktik zwar einige Punktgewinne, ein richtiger Um- oder gar Aufbruch war aber leider nur in den Medien zu verzeichnen. Jürgen Klinsmann elektrisierte die Presse- und Medienlandschaft nach Belieben. Ein Weltstar führt den Big-City-Club nach ganz oben. Plötzlich war die graue Maus Hertha Thema auf Titelseiten und Aufmachern bis hin zu Nachrichtensendungen wie Tagesschau, Tagesthemen und Heute. Sportlich floppte Klinsmann aber offensichtlich. Insbesondere seine Wahl des Co-Trainers, den im Profifußball bis dato recht erfolglosen Alexander Nouri, war wohl eine zentrale Fehlentscheidung.

Herthas neuer Trainer Bruno Labbadia hatte seine Mannschaft bestens auf die Partie in Hoffenheim eingestellt. Zur Belohnung gabs den Auswärtsdreier.
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Trainerkarussell bei Hertha BSC

Nach Klinsmanns Flucht im Februar 2020 übernahm dann Nouri sogar den Posten des Cheftrainers. In den 4 Bundesligapartien unter seiner Leitung zeichnete sich allerdings schnell ab, Alexander Nouri schien der Aufgabe, Hertha zu stabilisieren, nicht gewachsen zu sein. Insofern kam der Corona-Lockdown für den taumelnden Big-City-Club Hertha BSC vielleicht gerade zum richtigen Zeitpunkt. 9 weitere Bundesligaspiele Abstiegskampf mit einem angeschlagenen Trainer wären sicher ein sehr riskantes Unterfangen gewesen. Manager Michael Preetz nutzte deshalb die durch das Corona-Virus erzwungene Spielpause und engagierte am 13. April 2020 Bruno Labbadia als neuen Cheftrainer. Ob Labbadia in Berlin eine ähnlich begeisternde Trainerpersönlichkeit werden kann, wie Kult-Hertha-Trainer Pal Dardai es in den Jahren 2015-19 einst schaffte, bleibt abzuwarten. Möglich scheint es allemal.

Schiedsrichter Christian Dingert

Ticker. TSG 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 0:3 (0:0). Geisterspiel ohne Zuschauer in der PreZero-Arena in Sinsheim. Bei den Spielereinwechslungen überraschte Neutrainer Bruno Labbadia alle Hertha-Fans, als er den 19-jährigen Nachwuchsspieler Jessic Ngankam aufs Feld schickte und damit zum Profidebüt in der 1. Bundesliga verhalf. Schiedsrichter Christian Dingert und sein Schiedsrichtergespann hatten das Geisterspiel bestens im Griff? Den Herthanern Peter Pekarik, Dedryck Boyata und Marko Grujic zeigte Schiedsrichter Dingert die gelbe Karte. Die Tore für Hertha BSC erzielten Agpobuma mit Eigentor nach Torschuss von Peter Pekarik in der 58., Vedad Ibisevic in der 60. mit Kopfball und Matheus Cunha in der 74. Spielminute. Herthas Spieler mit der größten Laufdistanz: Dauerläufer Peter Pekarik mit 11,8 gemessenen Kilometern.

Hertha BSC gegen TSG 1899 Hoffenheim
Hertha-Mannschaftsaufstellung und Einwechselspieler:

TSG 1899 Hoffenheim - Hertha BSC - 0:3 (0:0) - Mannschaftsaufstellung - Mai 2020

Hertha BSC TSG 1899 Hoffenheim Ergebnisse 1. Bundesliga
1. Bundesliga 26. Spieltag:

Kopfballtor Vedad Ibisevic TSG 1899 Hoffenheim - Hertha BSC - 0:3

Hertha BSC TSG 1899 Hoffenheim Tabelle 1. Bundesliga
1. Bundesliga 26. Spieltag:

Trainer Bruno Labbadia TSG 1899 Hoffenheim - Hertha BSC - 0:3

Pressekonferenz mit den Trainern Bruno Labbadia und Alfred Schreuder
TSG 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 0:3 (0:0)
HerthaTV, der offizielle YouTube-Kanal von Hertha BSC

Bundesliga bei Bild, der offizielle YouTube-Kanal von Bild
TSG 1899 Hoffenheim – Hertha BSC – 0:3 (0:0)

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